Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Der i30 Fastback ist für das designaffine Klientel gemacht, dem ein normaler Kompakter nicht ausreichend Flair versprüht.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 19. November 2018 (11:40)
Hyundai
Coupés können auch praktisch sein: i30 Fastback. Der Wagen gibt optisch schon was her!

SUV hin, SUV her – es gibt sie noch, die „normalen“ Autos. Der i30 ist so einer. Und der Kompakte ist auch als Fastback zu haben. Während Kombi und Fünftürer eher aus rationalen Gründen gekauft werden, soll der Fastback mehr Emotionen beim Kunden wecken – und ist somit ein weiteres Mosaiksteinchen in der Strategie, Hyundai zur Design- und Lifestyle-Marke aufzuwerten. Ein bisschen Mercedes, ein bisschen Audi, ein bisschen BMW und – mit Fan-tasie – sogar ein bisschen Porsche stecken im Heck des i30 Fastback. Anders als bei vielen anderen Hyundai-Modellen lässt sich lange über die Form sinnieren. Auf das Fahren sollte man aber nicht vergessen, das wäre ein Fehler.

Warum? Im i30 Fastback fühlt man sich nämlich wohl – fein, vornehm und entspannt (wohltuend übrigens die wenigen Schalter und Tasten). Der Fünftürer präsentiert sich souverän – am Fahrverhalten gibt es nichts zu kritisieren (linientreu, fei-
nes Lenkgefühl, stimmige, alltagstaugliche Fahrwerksabstimmung) und vom 1,4 Liter großen Turbobenziner mit 140 PS hört man nicht viel, zudem ist der Vierzylinder spritzig, drehmomentstark und sparsam.

Nicht nur schön, sondern auch praktisch. (Mindestens) 450 Liter schluckt der Kofferraum, und die Heckklappe reicht bis weit ins Dach, sodass man bequem einladen kann. Und wer genau hinschaut, erkennt, mit welcher Liebe zum Detail die Koreaner ans Werk gegangen sind. Für jede noch so kleine Vertiefung im Ladeboden wurde ein passender Deckel entwickelt. Naja: Die Sicht nach hinten ist nicht gerade optimal, eine Rückfahrkamera hilft allerdings beim Einparken.