Erstellt am 10. Januar 2017, 05:34

von Thomas Vogelleitner

Opel Mokka X 1.4 Turbo 4x4 Innovation. NÖN-Leser haben den Mokka X in der Kategorie „Der Trendsetter“ zum „Auto des Jahres 2016“ gewählt. Ein Blitztest.

Neuer Mokka (X): Er wirkt nun stämmiger, die Linien sind klarer und eindeutiger geworden, sodass der leicht verspielte Eindruck der Vergangenheit angehört …  |  NOEN

Eines vorweg: Mit dem Mokka haben die Rüsselsheimer einen großen Coup gelandet – er zählt zu den beliebtesten Fahrzeugen seiner Klasse (kompakte SUVs), er hat sich zu einem echten Bestseller entwickelt … Eindrucksvoll wird jetzt die Erfolgsgeschichte fortgesetzt. Der neue Mokka X ist ein rundum stimmiges Auto – da passt so gut wie alles! X? Ja, Sie lesen schon richtig, der Namenszusatz X unterstreicht bei Opel ab sofort sowohl die Optik als auch die Funktion von SUV- und Crossover-Modellen.

Bleiben wir gleich bei der Optik. Der Mokka X präsentiert sich selbstbewusst und sympathisch. Kräftig und aberteuer-lustig kommt der Deutsche daher. Die großen Kulleraugen sind übrigens Geschichte, mit den kleineren Scheinwerfern und dem abgewinkelten LED-Tagfahrlicht schaut er ernst und seriös in die große, weite Welt. Apropos Scheinwerfer: Unbedingt das adaptive Fahrlicht (kurz: AFL) mitbestellen – die 1.269 zahlen sich echt aus! Optimaler Durchblick in der Dunkelheit, ohne andere zu blenden …

Kaum in den Opel-SUV eingestiegen, da fühlt man sich schon wohl. Angenehm: Es wurde aufgeräumt – das heißt: Viele Knöpfe sind verschwunden, stattdessen prangt jetzt ein Bildschirm auf der Mittelkonsole (Touchscreen). Das Platzangebot ist fein, ebenso die Materialien. Müssen unbedingt hervorgehoben werden: die ausgezeichneten Sitze. SUV-typisch: die aufrechte Sitzposition, der bequeme Einstieg und die angenehme Übersicht auf das Verkehrsgeschehen.

Unser Testauto hatte 152 PS unter der Motorhaube. Ein neuer 1,4-Liter-Turbobenziner, der ausschließlich mit einer sechsstufigen Automatik und einem adaptiven Allrad (verteilt die Antriebskraft je nach Fahrsituation stufenlos von verbrauchsschonenden 100 Prozent Frontantrieb auf bis zu jeweils 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse) erhältlich ist. Eine coole Kombination! Fahreindruck? Zügig und seitenneigungsarm fegt der Opel durch die Kurven, wirkt angenehm handlich, niemals nervös. Selbst im Grenzbereich schiebt er gutmütig über die Vorderräder und bleibt mit seinem früh eingreifenden ESP leicht beherrschbar. Zum sicheren Fahrgefühl tragen fest zupackende Bremsen bei, die selbst bei hoher Belastung in ihrer Wirkung kaum nachlassen. Naja: Die Fahrgeräusche könnten
eine Spur leiser sein, aber vielleicht waren es auch die (lauten) Winterreifen …

Fein: Opel OnStar war bei uns serienmäßig. Damit lässt sich nicht nur die Rettung alarmieren oder mit einem Assistenten per Mobilfunk plaudern – das System wartet zugleich mit einem WLAN-Hotspot für sieben Geräte auf. Gefällt uns!