Toyota C-HR 1.8 Hybrid 2WD C-ult. Die Japaner bauen gute und zuverlässige Autos, das wissen wir schon längst. Sie können aber auch (wenn die Designer dürfen) verdammt scharf aussehen – siehe C-HR.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 09. Januar 2018 (01:03)
NOEN, Toyota
Einer für extrovertierte Zeitgenossen: C-HR. Seine Kanten, Linien und Fugen sind spektakulär, werden nicht jedermann gefallen. Egal. Und das Platzan-gebot? Für vier Erwachsene durchaus okay. Per Knopfdruck sind mit dem Toyota rund zwei Kilometer rein elektrisch möglich. Außerdem kann man auch„segeln“ – bis Tempo 110 arbeitet dann nur der Elektromotor.

Hauptsache anders … Toyota will jünger werden – mit einem Fahrzeug, das aus der Masse raussticht. Keine Spur von 08/15: Der C-HR (steht für: Coupé High Rider) ist ein Auto für Menschen, die auffallen wollen! Fad schaut (außen wie innen) anders aus.

Der in der Türkei produzierte Toyota ist zwei Autos in einem: Der obere Teil verläuft im Stil eines Coupés, der untere Teil kommt aus dem SUV-Bereich. Die Mischung macht es aus – und da wurde beim „Toyota einmal anders“ manchmal ein wenig übertrieben, was wiederum die Sache so interessant macht, den Wagen mega aussehen lässt. Ja, okay, der C-HR gefällt wahrscheinlich nicht jedem, aber das ist auch gut so! Weg vom (oft langweiligen) Einheitsbrei.

NOEN
Blick auf dasC-HR-Cockpit: Der freistehende Touchscreen fällt sofort auf.

Cool das Aussehen – und unter der Motorhaube (unseres Testwagens) regiert die Vernunft! Das heißt: Hybridantrieb (der Prius lässt grüßen). Mit einer Systemleistung von 122 PS ist der C-HR in Zeiten wie diesen mehr als ausreichend motorisiert. Das Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor funktioniert klaglos. Die stufenlose Automatik (nur mehr kleiner Gummibandeffekt) erzieht zum Gleiten, zum Runterkommen – Rasen sollen die anderen, die Hektiker, die Möchtegernwichtigen …

Und das Fahrwerk? Die Balance zwischen Dynamik bei der Kurvenfahrt und komfortabler Grundabstimmung ist gelungen. Die leichtgängige, zielgenaue Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an. Der Japaner macht echt Spaß!