Stadt, Land, Fluss mit dem neuen Renegade. Aufgemöbelt außen wie innen ist der Renegade, dazu kommt eine neue Generation an kleinvolumigen Benzinmotorisierungen.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 26. Juni 2018 (00:51)
NOEN

SUVs haben auch die Städte erobert. Die Hochbeiner erfreuen sich unverändert steigender Nachfrage, selbst wenn es in den Citys kaum etwas Herausfordernderes zu überwinden gibt als einen höheren Randstein oder gelegentlich Baustellenschotter. Das stellt weniger Anforderungen an Offroad-Tüchtigkeit und Motorleistung, sprich Drehmoment. Nicht zuletzt deshalb hat Jeep eine weite Spreizung für den Renegade im Antriebsprogramm. Das beginnt bei reinen Fronttrieblern mit moderaterem Power-Potenzial und reicht bis zu recht PS-potenten und fähigen Geländegängern. Auch ist der Italo-Amerikaner – er ist ein Technik-Zwilling des Fiat 500X, wird auch in Italien (in Melfi, nahe Neapel) gebaut – in seiner Klasse ein vergleichsweises Leichtgewicht, mit seinen rund 1.400 Kilogramm.

„Das neue Styling des Renegade ist eine moderne Interpretation des ikonischen Jeep-Designs!“ Andreas Blecha, Pressesprecher FCA Austria

Im Programm ist er seit 2014. Als Kompakter fällt er ins gefragteste SUV-Segment. Das will die Fiat/Chrysler-Gruppe nutzen, um auf den internationalen Märkten weiter zuzulegen. 2017 schon konnten rund 75.000 Fahrzeuge neu zugelassen werden, auch in Österreich gehört der Renegade zu den meistverkauften Jeep-Modellen.

Um diesen Erfolg zu prolongieren bzw. auszubauen, setzte es jetzt ein Facelift und ein Technik-Update. Ersteres zeigt sich äußerlich unter anderem an den Scheinwerfern (optional in LED-Technik), innerlich an Aufgeräumtheit mit wertigeren Materialien. Augenmerk legte Jeep bei der Aktualisierung auf die Implantierung des aktuellen Infotainment-Systems (Uconnect) und eine Erweiterung der Konnektivität, siehe Smartphone- Integration (für iOS und Android).

Wesentlicher Bestandteil der Überarbeitung ist jedoch die Neuordnung des Antriebsprogramms

Eingeführt wird eine neue Generation von aufgeladenen Benzinern, die sowohl den bisherigen 1,6-Liter als auch den 1,4-Liter-Turbo ersetzen. Einstiegsaggregat ist nun ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 120 PS, geschaltet über ein manuelles Sechs-Gang-Getriebe. Die Leistungsrolle übernimmt ein 1,3-Liter-Vierzylinder, mit 150 PS, gekoppelt an eine sechsstufige Direktschaltung, oder mit 180 PS, kombiniert mit neungängiger Wandlerautomatik. Beide Motoren sind übrigens mit Partikelfilter versehen. Die beiden bisherigen Diesel bleiben – mittels SCR-Kat emissionsreduziert – erhalten: Der 1,6-Liter hat unverändert 120 PS, der 2,0-Liter nach wie vor 140 oder 170 PS. Geht es nach Fiat/Chrysler-Chef Sergio Marchionne sind sie Auslaufmodelle, die ab 2021 aussortiert sein sollen.

Bei aller Stadt-Orientierung dank kompakter Abmessungen, passabel großem Ladeabteil und agilem Fahrverhalten kann der Renegade nach wie vor ebenso auf dem Land spielen und Flüsse durchwaten. Denn auch die neuen Motorisierungen sind, ausgenommen die 1,0-Liter-Version, Partnerkandidaten für Allradantrieb. Je nach Version – es bleibt bei Sport, Longitude, Limited und Trailhawk – gibt es eines von insgesamt drei zur Auswahl stehenden 4x4-Systemen, die sich nicht erst in der Vollausbaustufe für grobe Untergrundverhältnisse eignen. Der Ordnung halber die Bodenfreiheit: bis zu 225 Millimeter. Und bis zu 480 Millimeter Wattiefe … Da geht schon was!

Start & Preis. Ab September. Die Preise sind noch nicht bekannt. Die Motoren durchlaufen gerade ihre finale Homologationsphase, auch die Ausstattungsumfänge sind noch nicht bis ins Detail festgelegt.