Laden bitte nicht vergessen. Plug-in-Hybrid ist aktuell das „Zauberwort“ in der Autobranche – die niedrigen CO 2 -Werte sind gut für die Hersteller. Ceed SW PHEV im Blitztest.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 10. September 2020 (05:48)
Der Ceed SW (Sportswagon) kann sich (auch) optisch mehr als sehen lassen.
Kia

Ab 1,5 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, ab 33 Gramm CO 2 pro Kilometer – realistisch?

Wir waren mit dem Kia Ceed SW PHEV in der sehr guten Version Platin unterwegs. Der kompakte Kombi präsentiert sich als rundum feines Auto, die hohe Qualität der Materialien fällt sofort auf. Ist die 8,9-kWh-Batterie voll, kommt man emissionsfrei theoretisch rund 50 Kilometer weit, bei maximal Tempo 120 – wir haben knapp über 40 Kilometer geschafft, hauptsächlich in der Stadt, bei „normaler“ Fahrweise. Das kann sich sehen lassen. Gemütlich geht es von A nach B, Kurven zaubern dabei ein breites Lächeln ins Gesicht.

Bei einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug muss man an die Steckdose, ohne Wenn und Aber, ein Aufladen der Batterie über die Rekuperation ist nicht möglich. Geht man nicht „Strom laden“, bleibt beim Kia immer ein Restbatteriewert von ca. 20 Prozent vorhanden, hilfsbereit wird weiterhin der Saugbenziner unterstützt, so weit es halt geht – man braucht dann aber gleich fünf, sechs Liter pro 100 Kilometer.

Also: Ran an die Steckdose – nur so macht das Ganze Sinn! Die angegebenen Werte – siehe Anfang – sind schwer machbar, trotzdem alle Achtung! Aufgeladen wird der Koreaner übrigens über einen Typ-2-Ladeanschluss im linken vorderen Kotflügel mit maximal 3,3 kW Wechselstrom, an einer entsprechenden Ladestation lässt sich die Batterie in etwa 2,3 Stunden komplett aufladen.