Achtung, scharfer Stachel!. So scharf war ein Kia noch nie … Der komplett neue Stinger ist eine Sportlimousine mit dem gewissen Etwas. Unter der Motorhaube: bis zu 370 PS.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 29. August 2017 (01:56)
NOEN
Besticht durchseine Ästhetik und sein großzügiges Raumangebot (Kofferraumvolumenab 406 Liter):Stinger. Die Technik stammt in den Grundzügen vom G80 – einer bei uns nicht verkauften Luxuslimousine der Hyundai-Edel-marke Genesis.

Der Stinger ist inspiriert durch die klassischen Grand Tourer. Das heißt: Kraftvolle, elegante Autos, die es ihren Besitzern
ermöglichen, stilvoll und schnell zu reisen. Sechs Jahre, nachdem Kia mit der Studie GT auf der Frankfurter IAA eine eindrucksvolle Absichtserklärung abgegeben hat, geht das Modell in Serienproduktion.

Stinger wurde lange geplant und entwickelt

Die Limousine ist das Ergebnis langer und leidenschaftlicher Entwicklungsarbeit. „In jeder Phase des Entwicklungsprozesses war es das Ziel, den perfekten Gran Turismo zu kreieren“, betonen die Südkoreaner. Der 4,83 Meter lange und 1,87 Meter breite „Technologieträger“ wurde übrigens in Frankfurt/Main entwickelt, erprobt und ausgefeilt auf dem berühmt-berüchtigten Nürburgring.

NOEN, Kia
Der V6 klingt kernig und sonor und gibt mächtig was her. Das Auto fühlt sich agil, aber nichtnervös an.

Drei Motoren stehen zur Auswahl, alle drei Aggregate werden von Turboladern beatmet. Kia rechnet damit, dass sich die meisten (europäischen) Käufer für den 2,2-Liter-Diesel mit 200 PS entscheiden werden. Die Benziner: 2,0-Liter mit 256 PS und 3,3-Liter-V6-TwinTurbo mit 370 PS. Mit der Topmotorisierung erledigt der Viertürer den Sprint auf Tempo 100 in 4,9 Sekunden – so flott war bis dato noch kein Serienmodell der Marke Kia (die Höchstgeschwindigkeit wird übrigens mit 270 km/h angegeben)!

Plug-in-Hybrid soll bald kommen

In Zukunft will man die Motorenpalette auch um einen Plug-in-Hybrid erweitern. Serienmäßig ist eine achtstufige Automatik an Bord. Erstmals setzen hier die Kia-Leute einen Drehmomentwandler mit Fliehkraftpendel ein, der Drehschwingungen im Antriebsstrang reduziert und sonst eher bei Flugzeugen und im Rennsport zu finden ist. Eine weitere Premiere bei den Asiaten: Den Stinger gibt es mit Heck- oder Allradantrieb (der Allradantrieb ist auch heckbetont). Immer an Bord: elektronisch einstellbares Fahrwerk. Fein!

Bleiben wir gleich bei der Serienausstattung – die vielen Assistenzsysteme können sich mehr als sehen lassen: Kollisionswarnsystem, autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff, 360-Grad-Kamera … und (wieder eine Kia-Premiere) Müdigkeitserkennung.

Noch ein Blick in den Innenraum: Die Idee hinter der Gestaltung des tiefliegenden Innenraums ist, dass man sich wie in einem Kokon fühlen soll. Aber keine Angst: Platzangst kriegt man keine!

Exklusiver Verkauf: Nach derzeitigem Stand wird der Stinger von nur 17 Kia-Händlern in Österreich vertrieben, drei kommen aus Niederösterreich.

Und der Name? Stinger kommt von Sting, englisch für Stachel …

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, Markteinführung Anfang Oktober. Benziner: 2.0 T-GDI (256 PS, nur Heckantrieb) ab 43.290 , 3.3 T-GDI (370 PS, nur Allradantrieb) ab 62.790 ; Diesel: 2.2 CRDi (200 PS, Heck- oder Allradantrieb) ab 44.090 . Drei Ausstattungsvarianten: Platin (Navigationssystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik), GT-Line (Ledersitze, Harman/Kardon-Soundsystem) und GT (pneumatische Sitzwangenverstellung, Brembo-Bremsen).