Am Puls der Zeit sein. Hip, hipper, am hipsten … Das Segment der Kleinwagen-SUVs boomt – zur rechten Zeit bringt Kia den Stonic auf den Markt. Erfolg vorprogrammiert.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 26. September 2017 (01:08)
NOEN, Kia
Exterieur und Interieur wurden im europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt/ Main gestaltet. Auf einerLänge von 4,14 Metern bie-tet der Stonic überraschend viel Platz – auch auf der Fondbank. Kofferraumvolumen: 352 bis 1.155 Liter.Naja: das Hartplastik im Innenraum. Egal – unter dem Strich ist der „Rio-SUV“ ein überaus gelungenes Automit großer Zukunft! Hat übrigens mit „Bruder“ Hyundai Kona nichts gemeinsam.

Kia will im boomenden Kleinwagen-SUV-Segment mitmischen. Und das werden die Südkoreaner auch: Der komplett neue Stonic ist mehr als nur ein heißer Tipp!

Ein bulliger SUV mit kantiger Linienführung, Rundum-Beplankung und markentypischen Elementen wie dem Tigernase-Grill und den weit oben sitzenden Scheinwerfern – das Ganze auf Rio-Basis. Kia verspricht, dass der Stonic mehr Individualisierungsmöglichkeiten hat als jedes andere Auto der Marke. Glauben wir. In Anlehnung an die Studie provo von 2013 kann das Dach beispielsweise in fünf verschiedenen Farben lackiert werden und hebt sich so vom Rest des Autos ab (die Targa-artige C-Säule kommt cool zur Geltung). Insgesamt stehen 29 Ein- und Zweifarbenlackierungen zur Auswahl, plus drei Pakete
für das Interieur.

Vier Motoren sind im Programm: drei Benziner (84, 100, 120 PS) sowie ein Diesel (110 PS). Meistgefragter Motor (so der Importeur): 1.0 T-GDI (120 PS) – mit dem Downsizing-
Turbobenziner schafft der Stonic laut Kia eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h, bei 5,0 Liter pro 100 Kilometer (115 Gramm CO2 pro Kilometer). Im Laufe des kommenden Jahres wird es den Dreizylinder auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe geben. Allradantrieb? Fehlanzeige – der Stonic fährt ausschließlich mit Frontantrieb. Dafür: 180 Millimeter Bodenfreiheit (gut vor hohen Randsteinen).

Fahreindruck? Agil und zugleich stabil. Der 120 PS starke Benziner passt gut zum Stonic: kernig, drehfreudig, temperamentvoll. Und klingt dabei wie ein Dreizylinder: heiser und rau. Unser Durchschnittstestverbrauch laut Bordcomputer: 6,3 Liter (in und um Berlin). Wir waren übrigens mit 17-Zöllern unterwegs – der Wagen rollte auch dementsprechend hart ab. Angenehm: der Wende-
kreisdurchmesser von 10,4 Metern.

Beruhigend: Für mehr Sicherheit hat das elektronische Stabilitätsprogramm zusätzliche Funktionen – die bremsenbasierte Drehmomentoptimierung (die beim Beschleunigen in Kurven einem Untersteuern des Fahrzeugs entgegenwirkt), die Bremsstabilisierung im Geradeauslauf und die Kurvenbremskontrolle (die jeweils bei unterschiedlicher Bremswirkung von rechten und linken Rädern korrigierend eingreift, um Kurs-
abweichungen entgegenzuwirken).

Fein: Im Cockpit wird Vernetzung großgeschrieben – als erster Kia verfügt der Stonic ab Werk über ein Infotainmentsystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen und Smartphone-Integration (Apple CarPlay, Android Auto).