Vitamin X für Weihnachtsmüde. Sie könnte genauso gut als neue Superheldin durchgehen, Kias jüngste Ceed-Version. Und ist vor allem eines: aufgeweckt.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:10)
Schmale Leuchten, großes (Chrom-)Kino: Kias XCeed will auch rein optisch munter machen. Dazu gehören Karosseriefarben wie „Orange Fusion“ (im Bild) oder „Blue Flame“. Wer aber gerade einen Schub Sommervitamine gegen die Wintermüdigkeit braucht, sollte „Quantum Yellow“ ordern. Fällt garantiert auf. Und weckt garantiert auf!
Kia

Nicht schon wieder! Will man sagen, wenn da der Nächste mit einem X daherkommt. Und die Superhelden-Horde der X-Men wieder um einen (bzw. eine) gewachsen ist.

Aber: Die X haben nun mal Saison – Crossover sind „in“. Wie sollte er also sonst heißen, der Jüngste in der Ceed-Familie – nach Ceed (Fünftürer), SW (Sportswagon/Kombi), ProCeed (eine Shooting-Brake-Variante)? Erst recht, wenn er gerne mal abbiegt, von der Mainstream-Autobahn. Und lieber hinter das Haus schaut, als in der Garage schläft.

204-PS-Benziner scharrt in der Startbox

Für die Garage ist er ohnehin viel zu schade, der XCeed. Und viel zu aufgeweckt auch. Das liegt vielleicht an den munteren Anzugfarben, die er im Kasten hängen hat. Das liegt vielleicht auch an den Gummistiefeln und am Matschmäntelchen (also: dem Unterfahrschutz, den er frech bis über den Hintern hinaufgezogen hat; übrigens: 184 Millimeter Bodenfreiheit; 4x4 gibt es leider auch nicht für viel Geld). Das liegt vielleicht aber auch am 204-PS-Benziner, der in der Startbox scharrt.

Und das liegt vielleicht auch an der Komfort-(um nicht zu sagen Luxus-)Ausstattung, die etwa die Platin-Variante des XCeed mitbringt. Assistenten, wohin man in der (Sicherheits-)Liste schaut. Dazu Ledersitze wie im Wohnzimmer, ein Soundsystem wie im Jazzclub und ein Navi (mit virtuellem Cockpit und 12,3-Zoll-Kombiinstrument) wie beim Geheimdienst.

Apropos Geheimdienst. Für den sind zwar die Vitaminfarben am Blech nicht so geeignet (zu auffällig). Dafür helfen die Smartphone-Schnittstelle, die getönten Scheiben oder die dreigeteilt umlegbaren Fondsitzlehnen (40:20:40 – viel praktischer als die übliche 60:40-Aufteilung) weiter. Und die anderen aus der X-Mannschaft? Die sollten sich mal gut anschnallen!