Erstellt am 28. Februar 2017, 05:12

von Thomas Vogelleitner

Und der Preis ist heiß!. Der Preis als wichtiges Kaufargument: 12.990 Euro kostet das Einstiegsmodell des komplett neuen Vesta. Und das Styling der Limousine ist mehr als gelungen.

Moderne Assistenzsysteme (wie zum Beispiel einen Fahrspurassistenten) sucht man beim Vesta umsonst – es gibt  |  NOEN, sie nicht. Auch nicht für viel Geld. Aber muss man sie überhaupt haben?

Wer an Lada denkt, denkt automatisch an den Offroad-Dino Taiga – und somit an die legendäre Robustheit, an wenig Komfort, an ein Aussehen ohne Charme und Esprit. Das soll jetzt anders werden!

Wir schreiben das Jahr 2011: Der Brite Steve Mattin, ehemals Mercedes-Benz und Volvo, wird Chefdesigner bei Lada. Der Vesta ist „sein Baby“ (im „X-Style“) – ein 4,41 Meter langer Kompaktwagen, der vorerst ausschließlich als Stufenhecklimousine erhältlich ist. Vorerst. Denn Mitte 2018 soll ein Kombi folgen, auch eine Cross-Variante ist geplant. Angetrieben wird der Fünfsitzer (das Platzangebot ist durchaus okay, Kofferraumvolumen ab 480 Liter) von einem 1,6-Liter-Saugerbenziner mit 106 PS (Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, ab 6,1 Liter pro 100 Kilometer). Diesel ist kein Thema. Auch wenn man problemlos einen Selbstzünder bekommen könnte (Lada ist ein Tochterunternehmen von Renault/Nissan). Der Allradantrieb könnte dagegen nachgereicht werden, vorerst wird aber ausschließlich über die Vorderräder angetrieben. Generell muss man sagen: Ein Vernunftauto, mit dem man problemlos von A nach B kommt (ein ausführlicher Test folgt).

„Mittelfristig wollen wir in Österreich 0,5 Prozent Marktanteil erreichen!“Dieter Trzaska, Geschäftsführer Lada Deutschland

Lada – das ist russischer Kult, ohne Wenn und Aber. In Westeuropa wird Lada derzeit allerdings nur in zwei Ländern angeboten – in Deutschland und bei uns in Österreich. Und da Österreich keinen eigenen Importeur hat, wird es von Deutschland (Sitz in Buxtehude) mitbetreut. Dieter Trzaska, Geschäftsführer Lada Deutschland, blickt optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, wann dann? Der Vesta ist für uns der Beginn einer neuen Ära! Mittelfristig wollen wir in Österreich 0,5 Prozent Marktanteil erreichen!“ Das heißt: rund 1.500 Lada-Fahrzeuge pro Jahr. Dieter Trzaska weiter: „Je mehr wir verkaufen, umso mehr Autos, umso mehr Modelle bekommen wir aus Russland.“ Und er denkt an den Kompakt-SUV namens X-Ray …