Offroad-Ikone, nobel reduziert

Land Rover hat den Range Rover von Grund auf neu aufgestellt. Motorisch spielt Strom eine tragende Rolle. Und erstmals auch siebensitzig.

Erstellt am 17. November 2021 | 05:02
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„Ein Design wie aus einem Guss“, kommen die Briten beim neuen Range Rover ins Schwärmen.
Foto: Land Rover

Geschmäcklerische Schnörkel waren das Fach des Range Rover noch nie gewesen, in mehr als 50 Jahren nicht. In der Neuauflage, es ist die fünfte Generation, wurde die englische Ikone des ebenso souveränen wie kommoden Gelängegangs optisch sozusagen auf das Maximum nochmals reduziert. Auch auf Spielereien mit durchgehenden LED-Lichtbändern hat man verzichtet. Und zwar außen ebenso wie innen. Das Interieur ist fast klinisch klar gezeichnet. Digitale Technik, von Kombiinstrument bis Infotainment-Touchscreen, ist integriert, aber nicht verschämt versteckt. Ein paar analoge Regler – für das Klima – sind geblieben.

Der neu interpretierte Rangie steht auf einer neuen Plattform, einer, die nicht bloß Teil-, sondern auch Vollelektrifizierung ermöglicht (für 2024 ist ein Batterieelektriker angekündigt). Die Antriebsstrangpalette umfasst zum Start mild hybridisierte 3,0-Liter-Reihensechszylinder, Benziner und Diesel, im Leistungsbereich von 249 bis 400 PS. Dazu kommt ein bei Jaguar/Land Rover neu eingeführter 4,4-Liter-V8-Twinturbo-Otto mit 530 PS (SV). Folgen werden Plug-in-Hybride, mit 440 bzw. 510 PS Systemleistung und bis zu 100 Kilometer E-Reichweite (ab Jänner 2022 bestell-, ab Juni lieferbar).

„Der modernistische Ansatz des Range-Rover-De- signs folgt keinen Moden oder Trends.“ DIETER PLATZER Pressesprecher Jaguar/Land Rover Österreich

Wie auch immer angetrieben: 4x4-Antrieb, elektronisch gesteuerter Wankausgleich und Vierradlenkung (reduziert den Wendekreis auf elf Meter) gehören stets dazu, ebenso wie eine achtgängige Automatik. Der überarbeitete Allradantrieb ist im Verein mit einem Torque-Vectoring-System auf höhere Effizienz sowie Emissionsreduktion getrimmt. Die Spurstabilität unterstützt ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

All das gilt für beide Längenversionen mit 5.052 bzw. 5.252 Millimetern. Diese stattlichen Maße können – erstmals im Rangie – für eine siebensitzige Konfiguration genützt werden. An Zuglast schafft der Brite übrigens bis zu 3,5 Tonnen. Damit kann man weit mehr als das, was nicht mehr in den Kofferraum passt (der hat 1.841 bzw. 2.601 Liter Maximalvolumen), auf einen Anhänger laden.