Ein besonderes Auto …. Der MX-30 ist der erste Vollelektriker von Mazda. Er hat nichts mit dem Roadster MX-5 zu tun – bei den Japanern tragen alle „besonderen Autos“ die Buchstabenkombination MX.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 05. November 2020 (10:25)
Auffälligstes optisches Merkmal beim MX-30: die gegenläufig öffnenden Freestyle-Türen. Muss man mögen. Keine Frage, sie polarisieren – das finden wir gut so! Und Mazda-Sympathisanten dürften sich an den RX-8 erinnert fühlen.
Mazda

Eine kombinierte Reichweite von bis zu 200 Kilometern wird beim MX-30 angegeben. Naja. Wir kamen auf rund 150 Kilometer – bei normaler Fahrweise, bei Herbsttemperaturen. Ist das nicht (zu) wenig? Ja und nein. Für Vielfahrer ist es auf alle Fälle zu wenig (die können sich aber zum Beispiel einen Mazda6 mit Dieselmotor nehmen). Andererseits: Die durchschnittliche Tagesfahrleistung in Österreich liegt bei 36 Kilometer.

Und: Wer der Welt was Gutes tun will, muss konsequent handeln. So wie Mazda beim ersten Elektroauto. Während sich so ziemlich alle Stromer ein Reichweitenrennen liefern, sagen die Japaner: Unsinn! Man hat sich bewusst für eine nur 35,5 Kilowattstunden starke Lithium-Ionen-Batterie entschieden, das spiegle den Nachhaltigkeitsgedanken wider. Im Innenraum trägt der Einsatz von Recyclingmaterialien und nachwachsenden Rohstoffen wie Kork zum Nachhaltigkeitsgedanken des SUVs bei.

Mit 145 PS ist man ausreichend motorisiert. Der MX-30 fährt sich auch wie ein „normaler“ Mazda mit Verbrennermotor: Der Fahrspaß ist hoch. Er lässt sich sehr präzise fahren. Möglich macht das auch die Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control. Die Höchstgeschwindigkeit ist allerdings auf 140 km/h limitiert. Mit Paddeln am Lenkrad kann man die Stärke der Rekuperation verstellen, also der Rückgewinnung von Energie durch Bremsen. Rechtes Paddel mehr Bremskraft, linkes weniger – vom nahezu freien Segeln bis zur maximalen Stromrückgewinnung.

Thema Aufladen: An einer normalen Haushaltssteckdose dauert es von 20 auf 80 Prozent der Batteriekraft neun Stunden und 30 Minuten – geht somit über die Nacht.