„Coupé cool“ mit Rucksack. Nach dem CLA Coupé schickt Mercedes-Benz auch die Shooting-Brake-Variante in die zweite Runde. Der etwas andere Sportkombi!

Von Franz Farkas. Erstellt am 16. August 2019 (05:36)
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Der 4,69 Meter lange Shooting Brake des CLA ist alltagstauglicher als sein Coupé-Bruder. Und noch mehr Lifestyle-Objekt
– rahmenlose Seitenscheiben inklusive.

Nachgelesen bei Wikipedia: „Mit dem Begriff Shooting Brake bezeichnet man eine besondere Karosserievariante eines Automobils. Ein Coupé mit Steilheck, das mit seiner Heckklappe eher einem Kombi als einer Limousine ähnelt. Im Unterschied zum üblichen Kombi ist ein Shooting Brake insgesamt sportlicher und eleganter gestaltet.“ Der neue CLA Shooting Brake soll ein elitäres Fahrzeug sein – ein Kombi-Coupé, mit dem man sich auch erstmals nach China wagt.

Nach dem normalen CLA (viertüriges Coupé), der fünftürigen A-Klasse, der A-Klasse Limousine und der B-Klasse ist der neue CLA Shooting Brake das fünfte Modell, das auf der neuen Kompaktarchitektur (MFA2-Plattform) aufbaut. Gegenüber der ersten Generation hat der CLA Shooting Brake bei der Länge (plus 48 Millimeter) und der Breite (plus 53 Millimeter) ordentlich zugelegt, zugleich wurde er minimal flacher (um zwei Millimeter).

Optisch ist er bis zur B-Säule mit dem Coupé identisch. Die nach vorne geneigte Frontpartie mit den schmalen Scheinwerfern und dem breiten Diamant-Grill steht ihm sehr gut. Und hinten? Da haben die Designer was Schickes hingezaubert – ein Heck, das Sportwagen-Gene zeigt. Muss unbedingt erwähnt werden: Das Platzangebot im Fond ist deutlich besser geworden. Und das Kofferraumvolumen legte (im Normalzustand) von 495 auf 505 Liter zu.

Teilautonomes Fahren möglich

Außerdem fällt die Ladeöffnung breiter aus als bisher (plus 236 Millimeter). Zudem lässt sich die Heckklappe in Zukunft auf Wunsch auch berührungslos öffnen. Das Cockpit des CLA Shooting Brake bietet keine Überraschungen. Hier greift Stuttgart auf das mittlerweile bewährte Konzept aus A-Klasse und CLA Coupé zurück. Das heißt: Widescreen-Cockpit mit MBUX (Mercedes-Benz User Experience – „Hey Mercedes“), ein Multifunktionslenkrad mit Touchflächen, freistehender Instrumententräger mit Lüftungsdüsen in cooler Turbinenoptik.

Die Liste der Assistenzsysteme (serienmäßig bzw. optional) ist lang: Abstandstempomat, aktiver Nothaltassistent, aktiver Spurwechselassistent … Der Sternenwagen kann sogar teilautonom fahren, was den Piloten auf langen Strecken entlasten soll.

Blick in die Preisliste: Fünf Benziner, 136 bis 306 PS, sowie drei Diesel, 116 bis 190 PS, sind zu finden. Den Einstiegsbenziner und den Einstiegsdiesel gibt es mit Schaltgetriebe, sonst ist nur ein Doppelkupplungsgetriebe im Programm. Allradantrieb? Gibt es auch, beim stärksten Benziner inklusive, beim zweitstärksten Benziner optional. Im Fahrbetrieb besticht der 190-PS-Diesel mit einer feinen Leistungsentfaltung, auch der gefahrene Ottomotor mit 163 PS macht einen hervorragenden Eindruck.