Opel Grandland: Erfolg programmiert. Facelift für den größten Opel-SUV – für den Grandland. Wobei Facelift etwas untertrieben ist. Wir waren mit dem 300 PS starken Grandland Hybrid4 unterwegs.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 01. September 2021 (02:08)
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Hinterlässt optisch einen guten Eindruck – und das ist schon die halbe Miete: neuer Grandland. Den Wagen wird es nicht als reinen Stromer geben (der SUV basiert auf der EMP2-Plattform, die ist nicht für die Vollelektrifizierung ausgelegt). Aber in rund drei Jahren kommt ja die zweite Grandland-Generation …
Opel

Die Rüsselsheimer haben ihr SUV-Flaggschiff ordentlich überarbeitet. Nach rund vier Jahren Bauzeit verliert der Grandland zwar das X in der Modellbezeichnung, gewinnt aber dafür optisch deutlich dazu. Jetzt ist er ein richtiger Eyecatcher geworden! Ausdrucksstark, sympathisch, sexy …

Matrix-LED-Scheinwerfer als Highlight

Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist das neue Markengesicht mit breit gezogener, schwarzer Fläche im Grill (siehe auch neuer Mokka, der sich aktuell ausgezeichnet verkauft) – im Opel-Jargon Vizor genannt.

Ein weiteres Highlight im Wortsinne an der markanten Front sind die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer (Name: IntelliLux LED Pixel Licht), die wie beim Insignia mit 84 Lichtelementen pro Scheinwerfer bestückt sind (nein, wir haben nicht nachgezählt).

Auch der großzügige Innenraum erhielt einen frischen Anstrich – wie zum Beispiel volldigitales, intuitiv bedienbares Pure-Panel-Cockpit mit zwei Widescreen-Displays (der Fahrer schaut auf ein bis zu zwölf Zoll großes Cockpit, der Zentralbildschirm misst je nach Ausstattung bis zu zehn Zoll). Einzigartig im C-SUV-Segment: die ergonomischen Aktiv-Sitze vorne, vom Verein „Aktion Gesunder Rücken“ ausgezeichnet.

„Der neue Grandland hat ein selbstbewusstes, mutiges Erscheinungsbild – ein weiterer Meilenstein für Opel!“ Christoph Stummvoll, Pressesprecher Opel Österreich

Zudem gibt es im neuen Grandland viele neue Assistenzsysteme. Wie Night Vision: Das System, das Fußgänger und Tiere bei Dunkelheit schon in bis zu 100 Meter Entfernung erkennt und aktiv den Fahrer warnt, feiert Opel-Premiere. Ebenfalls neu: Die Kombination aus Frontkollisionswarner und automatischem Geschwindigkeitsassistenten hält das Auto jederzeit sicher in der Spur und auf Abstand zum Vordermann.

Motorisches Highlight ist zweifellos der Hybrid4: 1,6-Turbobenziner mit zwei Elek-tromotoren (somit ein elektrischer Allradantrieb), Plug-in-Hybrid mit 300 PS Systemleistung, 235 km/h Höchstgeschwindigkeit (135 elektrisch), ab 1,2 Liter pro 100 Kilometer (gemäß WLTP), bis zu 65 Kilometer elektrische Reichweite (auch gemäß WLTP, wir werden uns das bei einem Test genauer ansehen) … Wie fährt sich der Grandland Hybrid4? Einfach herrlich – beeindruckend die Kraft aus dem Stand heraus. Auch das Fahrwerk hat uns überzeugt, satte Straßenlage, sicher (fast wie auf Schienen) geht es durch die Kurven. Brav: Mit der e-Save-Funktion lässt sich die in der Batterie (13,2 kWh) gespeicherte Energie zur späteren Verwendung aufsparen, beispielsweise zum Fahren in ausschließlich für Elektroautos zugelassenen Bereichen. Der zweite Steckdosen-Hybrid heißt nur Hybrid (ohne die 4), der 1,6-Liter-Turbobenziner arbeitet hier nur mit einem Elektromotor zusammen (Frontantrieb) – Systemleistung 224 PS. In Österreich wird rund ein Drittel Hy-bridanteil erwartet. Bezüglich Diesel schweigt man. Ein Selbstzünder (Vierzylinder mit 130 PS, ab 4,9 Liter pro 100 Kilometer) arbeitet aber weiterhin im 4,48 Meter langen Opel-SUV. Ebenso gibt es einen Dreizylinder-Benziner mit 130 PS, der brav seine Arbeit macht, und für Otto Normalverbraucher reichen sollte.