Die Erfolgsstory des neuen 5er BMW. Produktion auch in Graz, viele MotoDiren aus Steyr – so rot-weiß-rot war noch kein 5er! Die NÖN konnte die neue Limousine kurz kennenlernen.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 19. Dezember 2016 (08:35)
NOEN/BVZ, BMW
Geht selbstbewusst an den Start: neue 5er-Reihe. Wer möchte, kann den BMW das Steuer übernehmen lassen –
man muss aber die Hände am Lenkrad lassen. 

Fast acht Millionen 5er wurden bis dato verkauft, im Februar startet die weltweit erfolgreichste Business-Limousine in die siebte Auflage – der Erfolg ist (natürlich) programmiert. Fakt ist auch, dass der neue 5er für Österreich enorm wichtig ist. Neben dem Stammwerk in Dingolfing wird der Wagen bei Magna Steyr in Graz gefertigt. Und ein Großteil wird darüber hinaus mit einem Motor aus dem Werk in Steyr unterwegs sein.

„Der neue 5er ist das wahrscheinlich wichtigste Auto für den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit ihm leistet BMW einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Österreich!“

Michael Ebner, Pressesprecher BMW Austria

Der Viertürer hat in der Länge um 36 Millimeter zugelegt (auf 4.935, großzügiges Raumgefühl), gleichzeitig sank das Gewicht dank Leichtbaukonzept um bis zu 100 Kilogramm. Plus: strömungsgünstigste BMW-
Baureihe – der Luftwiderstandsbeiwert von bis zu cw-Wert = 0,22 ist Benchmark für Limou-sinen. Das Design? Stilsicher, elegant und athletisch – eine rundum gelungene Sache.

Optisch hat man sich stark am großen Bruder 7er orientiert, von der Luxus-Limousine wurde auch viel Hightech übernommen. „Maximale Unterstützung für den Fahrer“, betonen die Münchner. Einen konkreten Ausblick auf das automatisierte Fahren gibt der Lenk- und Spurführungsassistent. Das System arbeitet zwischen 0 und 210 km/h und hält mit Lenkeingriffen das Fahrzeug in der erkannten Fahrspur. Oder: Der Ausweichassistent leitet im Notfall bis Tempo 160 automatisch einen raschen Spurwechsel ein und berücksichtigt dabei, wie viel Freiraum rund um das Auto zur Verfügung steht. Oder: Der aktive Tempomat bremst bis zum Stillstand ab und fährt
automatisch wieder an (funktioniert zwischen 0 und 210 km/h), Tempolimits werden vom System übernommen. Oder: Start/Stopp arbeitet verkehrsabhängig – das System weiß, wann es sich lohnt, den Motor abzustellen. Oder: ferngesteuertes Einparken via Autoschlüssel (ferngesteuertes Fahren wie bei James Bond geht allerdings noch immer nicht).

Die BMW-Ingenieure haben beim (neuen) Fahrwerk auch ihre Hausaufgaben gemacht und sich bezüglich Fahrdynamik nicht auf die Reparatur von Problemstellen via allgegenwärtiger elektronischer Assistenten verlassen. Der neue 5er giert nach Kurven und lässt sich beeindruckend agil durch diese ziehen, wozu auch die präzise Lenkung einen entscheidenden Teil beiträgt. Auf eine Luftfederung wurde bewusst verzichtet. Zugunsten der Sportlichkeit, heißt es. Schließlich handelt es sich um die sportlichste Business-
Limousine der Welt.

Gestartet wird mit vier Motoren (von 190 bis 340 PS). Im März werden ein elektrischer 5er (530e i Performance, Plug-in-Hybrid mit 252 PS, elektrische Reichweite 45 Kilo-
meter, emissionsfreie Höchstgeschwindigkeit 140 km/h), der effizienteste 5er (520d EfficientDynamics Edition mit 190 PS, Verbrauch nur 3,8 Liter pro 100 Kilometer bzw. nur 102 Gramm CO2 pro Kilometer) und der M5-Vorbote (M550i, 462 PS, in exakt vier Sekunden auf Tempo 100) nachgereicht.

Schon fast vergessen: Der neue BMW überzeugt auch beim Thema Connectivity voll und ganz – WLAN-Anbindung für bis zu zehn Endgeräte … Und wer es braucht: Eine Gestiksteuerung gibt es auch.