Es lebe die Vielfalt! . Variante Nummer 4: Nach Diesel, Benziner und Elektro bringt Hyundai den Kona auch als Hybrid auf den Markt.

Von Franz Farkas. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:23)
Hyundai
Hinterlässt einen stämmigen, selbstbewussten und modischen Eindruck: Kona Hybrid.

Von außen hat sich nichts geändert: Der Kona Hybrid sieht aus wie seine Geschwister. Auch die Technik ist durchaus vom Ioniq Hybrid bekannt. Ein 1,6-Liter-Benziner (105 PS) wird mit einem Elektromotor (44 PS) kombiniert – ergibt eine Systemleistung von 141 PS (Systemdrehmoment 265 Newtonmeter). Der Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 1,56 Kilowattstunden gespeichert. Die Batterie wird nur während der Fahrt geladen, ein Plug-in-Hybrid, der auch an der Steckdose geladen werden kann, wird vielleicht noch kommen.

Bis etwa 40 km/h fährt der Kona Hybrid rein elektrisch (elek-trische Reichweite: „kürzere Strecken“), dann schaltet sich der Benziner dazu. Die Kraftübertragung übernimmt ein sechsgängiges Doppelkupplungsgetriebe, die Übergänge von Elektro- zu Benzinmotor sind faktisch nicht merkbar und nur am Armaturenbrett zu erkennen. Angetrieben wird der SUV über die Vorderräder, Allrad gibt es auch für viel Geld und gute Worte nicht.

„Kein anderer SUV bietet so viele Antriebsmöglichkeiten!“ Roland Punzengruber, Geschäftsführer Hyundai Österreich

Die innovative Antriebstechnologie ermöglicht einen niedrigen Kraftstoffverbrauch: Hyundai gibt 4,3 Liter Superbenzin pro 100
Kilometer an (99 Gramm CO 2 pro Kilometer) – bei unserer Testfahrt (mit viel Autobahnanteil) kamen wir auf 5,6 Liter, was für das Auto absolut okay ist. Fein das im Navigationssystem enthaltene Eco-
Driving-Assistant-System ECO-DAS: Es regelt bei aktiver Routenführung das Laden und Entladen des Akkus in Bergauf- und Bergabsituationen, um die Nutzung des Elektromotors zu maximieren. ECO-DAS analysiert zudem den Straßenverlauf und macht den Fahrer auf Sparpotenziale aufmerksam.

Der 4,2 Meter lange Wagen präsentiert sich als guter Begleiter im Alltag, sowohl im urbanen Gebiet wie am Land. Die Bedienung gibt kaum Rätsel auf, die Lenkung ist präzise, das Fahrwerk straff, aber nicht zu hart. Auch die Beschleunigung auf Tempo 100 in 11,2 Sekunden passt, ebenso die Höchstgeschwindigkeit (160 km/h). Trotz der recht komplexen Technik ist das Platzangebot gut, auch das Kofferraumvolumen von 361 bis 1.143 Litern ist durchaus akzeptabel.