Ehre, wem Ehre gebührt . Der Leaf ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Wir haben uns die seit kurzem erhältliche zweite Generation näher angesehen. Rundum gelungen!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 21. August 2018 (08:37)
Anders als sein extrovertierter Vorgänger wirkt der neue Leaf geradezu betont kon-ventionell, mit einem Schuss Design vom SUV Juke. Er hat seine Sonderstellung aufgegeben und dokumentiert optisch, dass er zuerst Auto und danach Elektroauto ist.
Nissan

Tolle Weiterentwicklung! Die zweite Generation des Leaf bietet eine angenehme Reichweite (laut WLTP 270 Kilometer) und fährt teilautonom. Das Design ist attraktiver geworden und der Fahrspaß wird selbst Skeptiker überzeugen.

Ein Highlight ist zweifellos das e-Pedal. Die Technik vereint Bremsen und Beschleunigen im Gaspedal. Ist der e-Pedal-Modus aktiviert, verlangsamt sich der Leaf beim Loslassen des Gaspedals nur durch die Rekuperation der Bremsenergie bis zum Stillstand. Zum Anfahren und Beschleunigen gibt man wieder ganz normal Gas. Laut Nissan sollen so 100 Prozent der Energie rekuperiert werden – das glauben wir auch.

Und es dauert tatsächlich nur ein paar Minuten, bis man gelernt hat, das eigentliche Bremspedal in den vorübergehenden Ruhezustand zu schicken (natürlich ersetzt das e-Pedal nicht das Bremspedal in Gefahrensituationen). Der Nissan kann auch teilautonom fahren: Wird ProPilot ab 30 km/h aktiviert, schwimmt das Fahrzeug im Verkehr mit. Es hält die Spur, bremst und beschleunigt selbstständig (auch Stop-&-Go-Verkehr). Nach 30 Sekunden müssen die Hände aber wieder ans Lenkrad.

Der Leaf fährt sich simpel und mühelos, er hat viel Kraft (bei Tempo 144 wird abgeregelt). Der Leaf fährt sich souverän (das Fahrwerk verzeiht viel) und vibrationsfrei – so soll es aber auch sein, wenn man rein elektrisch unterwegs ist.