Verbunden & verbindlich

Die dritte Generation des Crossover-Vorreiters Nissan Qashqai hat die bekannten Qualitäten behalten – und neue dazubekommen. Noch ein größeres Thema als bisher: die Sicherheit.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:13
Lesezeit: 2 Min
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Der neue Qashqai ist sofort als Nissan erkennbar – und das ist gut so! Mit den schmalen LED-Scheinwerfern und der bumerangförmigen Tagfahrlichtsignatur ist der Blick jetzt aber etwas böser.
Foto: Nissan

Eine Wetterhochschaubahn lieferte der Winter 2021/22 bisher, von artgerechter Eis- & Schneelage bis zu frühlingshaften Temperaturhöhenflügen war alles drin. Zu denen, die mit allem gleichermaßen zurechtkommen, gehört der im Vorjahr neu gemachte Qashqai. Er konnte zwar bisher schon alles, was man im Alltag, auf der Ausflugstour und der Reise braucht, doch hat der Neue vor allem an Sicherheit und Konnektivität – permanente Internetverbindung – zugelegt.

Umfassend ist das Konvolut an Fahr- und Komfortassistenten. Es kann zugegebenermaßen nerven, wenn es permanent an allen Ecken und Enden piepst. Dafür entgeht den elektronischen Helfern so gut wie nichts. Ob in der Stadt oder auf dem Land. Sei es ein unbeleuchteter Radfahrer in der Dämmerung. Sei es ein vorwitziges Hasentier, das im dunkel verschatteten Wald just in dem Moment über die Straße hüpft, in dem man sich denkt, man könnte doch ein wenig Gas geben.

Auf Pedaldruck jeglicher Intensität reagiert der sehr lebendige 158-PS-Benziner (mild hybridisiert, auf Basis eines Zwölf-Volt-Bordnetzes) prompt. Die manuelle Schaltung ist präzise, doch harmoniert sie nicht immer perfekt mit der Motordrehzahl, zu (sportlich) geschwind umrühren, das mag die Kombination nicht. Dazu passt das komfortbetont ausgelegte Fahrwerk. Das fördert entspanntes und gelassenes Fahren. Wozu die gute Geräuschdämmung entscheidend beiträgt.

Auch ist das Raumgefühl – zumindest in der ersten Reihe – höchst kommod. Ist die Rückbank zwar unbesetzt, doch lässt man die Lehnen aufrecht stehen, kann man Einkäufe bequem in den Fond schlichten und Sackerl gegebenenfalls verrenkungsfrei anschnallen. Das war zum Beispiel beim erstandenen (kleinen) Weihnachtsbaum nicht nötig, er ruhte sicher, querliegend, in der Fußraumkuhle.

Wenn man sich was wünschen dürfte: ein wenig mehr Gefühl in der Lenkung …