Österreichweit 62.250 Einsätze in vier Wochen . Mitte Juni bis Mitte Juli waren die Pannenfahrer des ÖAMTC aufgrund der Hitze in weiten Teilen des Landes und des einsetzenden Reiseverkehrs deutlich häufiger unterwegs.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 19. Juli 2021 (09:51)

"In den vergangenen vier Wochen hatten wir österreichweit fast 10.000 Einsätze mehr als noch im Mai. Im Schnitt waren die Pannenfahrer pro Tag etwas mehr als 2.000 Mal zur Stelle, wenn ein Mitglied Hilfe brauchte", bilanziert Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. Einsatzstärkster Tag mit 2.308 mobilen Pannenhilfen und 1.033 Abschleppungen war Montag, der 21. Juni 2021. Insgesamt verzeichneten die Gelben Engel von 14. Juni bis 14. Juli rund 62.250 mobile Pannenhilfen und etwa 25.170 Abschleppungen.

Rekordtag im Burgenland war der 19. Juni mit rund 450 Einsätzen

Im Vergleich zum Mai ist das ein Plus von 19 Prozent bei den Pannenhilfen und 31 Prozent beim Abschleppdienst des Mobilitätsclubs.

Im Burgenland stehen in diesem Zeitraum 1.900 Einsätze zu Buche. Das entspricht rund 60 mobilen Pannenhilfen pro Tag im Bundesland. Am 19. Juni waren die Gelben Engel am häufigsten im Einsatz – 75 Mal wurde an diesem Rekordtag ausgerückt. Zusätzlich kam der Abschleppdienst im Burgenland zwischen 14. Juni und 14. Juli rund 1.200 Mal zum Einsatz.

Einsatzgrund Nr.1 wie im tiefsten Winter – die Batterie

"Auch wenn es paradox erscheint: Extreme Hitze ist für Fahrzeugbatterien ähnlich belastend wie Eiseskälte im Winter – 27 Prozent der Einsätze in den vergangenen vier Wochen gingen auf ihr Konto. Werden immer wieder eher kurze Strecken gefahren und die Klimaanlage voll aufgedreht, kann sich die Batterie nicht erholen. Natürlich gerät bei diesen Temperaturen auch das Kühlsystem so mancher Fahrzeuge an seine Grenzen – das war aber nur in rund vier Prozent der Einsätze der Fall", berichtet der ÖAMTC-Experte über die Pannenursachen.

Die weiteren Einsatzgründe waren beispielsweise Probleme mit den Reifen (neun Prozent) und dem Starter oder der Lichtmaschine (sieben Prozent). In rund sechs Prozent der Fälle mussten die Pannenfahrer irrtümlich versperrte Autotüren öffnen.