Der Brave mit den wilden Genen. Unter den Kompakten ist der Astra fast so prominent wie der Golf – Respekt!

Von Michaela Fleck. Erstellt am 15. Oktober 2020 (05:20)
Generation K, frisch geliftet: Opels Astra ist längst nicht mehr nur brav. Er kann auch wild. Oder lässig, in Nautic-Blau.
: Opel

Klasse gibt es keine, die so heißt wie er (auch da war VWs Golf schneller). Und Preis für Coolness hat er auch noch keinen gewonnen. Bis jetzt.

Denn auch wenn Opels Astra schon zu den Veteranen unter den Kompakten gehört (schließlich baut man ihn schon seit 1991 und seinen Plattformvater, den Kadett, sogar schon seit 1936): Er kann auch ganz anders! In der deutschen Tourenwagenmeisterschaft etwa, wo er als V8 mit 460 PS um die Kurven brauste.

Aber auch der „kleine“ Dreizylinder-Turbo mit 145 PS, der unseren Testwagen antrieb, mag es wild. Gibt, steigt man ein bisschen heftiger auf das Pedal, kräftig Stoff. Und bleibt selbst bei engeren Radien noch immer gelassen. Da ist die stufenlose Automatik eigentlich viel zu bequem, zumindest für Hobby-Rallye-Fahrer(innen).

Dafür ist die Ultimate-Ausstattung meilenweit von knallharten Racing-Sitzen mit Hosenträgergurten entfernt. Statt dessen räkelt man sich in Alcantara. Und wartet, bis der nächste unter den vielen Assistenten um die Ecke biegt. Und die Alupedale blitzen verheißungsvoll unter dem Lederlenkrad hervor. Für die nächste wilde Jagd …