Talentierter Wintersportler. A gführiger Schnee … Opel ließ den Insignia GSi zum Tanz auf Schnee und Eis antreten.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 29. Januar 2019 (00:06)
Mit dem Allrad-Insignia auf Schnee – das macht Spaß!
Opel

So etwas wie der Letzte seiner Art ist der Opel Insignia (zweite Generation). Er wurde noch unter dem Technikdach des GM-Konzerns, vor der Eingliederung in die PSA-Gruppe (Peugeot, Citroën, DS Automobiles), entwickelt. Der Vectra-Nachfolger hatte sich bei den Rüsselsheimern zum Marken-Flaggschiff gemausert. Dabei hat sich das Thema Allrad bei Opel zu einer Domäne entwickelt: Der Mittelklassler hat winters mehrfach bewiesen, was er drauf hat, auch mit Unterstützung durch das Fahrdynamiksystem Torque Vectoring.

Das ist mehr als bloß ein Talent, das mit dem Generationswechsel von 2017 weiter verfeinert wurde. In der aktuellen, der zweiten Modellphase heißt das elektronisch gesteuerte 4x4-System Twinster – es arbeitet mit zwei Lamellenkupplungen statt wie zuvor einer, samt weiterentwickeltem Torque- Vectoring-System. Das bewirkt, dass Antriebsdrehmomente noch gezielter und noch schneller zwischen allen Rädern verteilt werden.

Gesamtpaket mit sportlichem Trimm

Wie das funktioniert, hat der Insignia, der als Fünftürer (Grand Sport) und als Kombi (Sports Tourer) sowie als Crossover (Country Tourer) auftritt, bereits in seinem ersten Modelljahr anschaulich vorgeführt. Vor knapp einem Jahr folgte die Sportvariante, nicht mehr wie bisher als OPC, sonder als GSi markiert, wie die Kadett-Derivate der 1980er-Jahre. Gestartet wurde mit einem Benziner und einem Diesel, jeweils mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Biturbo-Aggregaten, gekoppelt an eine achtstufige Wandlerautomatik. Ersterer bringt 260 PS, Zweiterer 210 PS aufs Leistungstapet. Zum Gesamtpaket gehören neben Tieferlegung um einen Zentimeter und sportlichem Trimm außen wie innen (Spoiler, Sportsitze etc.) serienmäßiger Allradantrieb und ein entsprechendes Fahrwerk sowie drei Fahrmodi (Normal, Touring und Sport). Das Stabilitätsprogramm ist abschaltbar.

Mit diesen Attributen stellt die Opel-Experience-Abteilung den Insignia heuer auf Eis und Schnee: Auf dem weitläufigen Parcours des Winterfahrtrainingszentrums Thomatal (Lungau) tritt der GSi in beiden Karosserievarianten – Fünftürer und Kombi – zur sportlichen Winterprüfung an. Tiefschnee ist, siehe Tieferlegung, nicht Teil des Programms, dafür Tanzen über die tief vereisten Handlingsektionen des Geländes. Hat der Rüsselsheimer bereits auf der Anreise bei wechselhaft winterlichem Wetter seine Traktionsstärke bewiesen, so trumpft er auf blankem Eis erst recht auf: ob im Slalom, auf kurvenreichem Handlingkurs oder auf der Kreisbahn, wo man – ausreichend Talent vorausgesetzt – nach Ausschalten der Stabilitätskontrolle über Lastwechsel initiiert feine Driftlinien setzen kann.

Ob Benziner oder Diesel: Beide Aggregate setzen ihr Drehmoment souverän um, der Otto einen Tick geschmeidiger, der Selbstzünder bauartgemäß markiger. In beiden Fällen sorgt die Automatik, ob auf Schnee- oder Eisbahn, für die gerade richtig abgestufte Sortierung der Fahrstufen. Schade ist nur, dass es die Wahl, ob Benzin oder Diesel, nicht mehr gibt. Nur Zweiterer hat die Euro-6d-Temp-Zertifizierung geschafft …

www.opel.de/drivetraining