Frisch frisierte Löwen. Die Franzosen aktualisieren die mittlere und große Crossover-Klasse. Für den Peugeot 3008 und den Peugeot 5008 setzte es Designretuschen und Technik-Updates.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 18. Februar 2021 (05:57)
Facelift wörtlich genommen: Neuer 3008 mit neuem Gesicht – schaut echt cool!
Peugeot

An Selbstbewusstsein sollte es Löwen grundsätzlich nicht mangeln. Doch bleibt immer noch Spielraum, es zu erhöhen. Weshalb Peugeot zwei der Marken-Bestseller frisch frisiert hat: die Crossover der Kompaktklasse, den 3008 und den 5008 – beide auf der gleichen Plattform, an der Front so gut wie identisch, an der Heckkonstruktion unterscheidbar. Der eine, der Kleinere, ist nicht ganz 4,5 Meter lang und ein Fünfsitzer. Der andere, der Größere, ist etwas länger als 4,6 Meter und kann bis zu sieben Personen unter sein Dach packen.

Beiden spendierte die Löwenmarke eine intensive Gesichtspolitur. Der rahmenlose Kühlergrill ist in die Breite gezogen und ufert jetzt bis unter die Lichtsignatur aus. Seine Rippen verbreitern sich in den höheren Ausstattungsstufen nach außen. Geblieben ist das markante sichelförmige Design der LED-Tagfahrleuchten. Neu gezeichnet sind ebenso die Scheinwerfer. Das Nebellicht ist jetzt in die Leuchteinheit integriert. Bereits ab der Basisausstattung ist LED-Technik implantiert, in der Topausstattung inklusive statischem Kurvenlicht. An den Heckleuchten, nach wie vor im Krallendesign gestylt, sorgt ein 3D-Effekt für höheren Aufmerksamkeitswert.

„Sowohl der 3008 als der 5008 werden jetzt höher im Markt positioniert!“ Christoph Stummvoll, Pressesprecher Peugeot Österreich

All das ist integraler Bestandteil des aktuellen Aufwertungsprogramms. Peugeot strebe zwar nicht Premiumniveau an, so Peugeot-Österreich-CEO Raffael Gaillard, dafür habe man im Konzern eine entsprechende Marke, doch ist eine höhere Positionierung in diese Richtung das Ziel. Eines, das sich im Innenraum ausprägt. Abgesehen von der nochmals breiter gefächerten Materialauswahl für Polsterungen und Tapezierungen wurde die Cockpiteinrichtung auf den neuesten Stand gebracht. Die Topversion des digitalen Kombiinstruments in 12,3-Zoll-Größe im i-Cockpit ist individuell konfigurierbar. Der Touchscreen des Multimediasystems misst jetzt zehn Zoll. Unverändert geblieben ist das Layout, samt Tastenklaviatur unterhalb des Displays.

Ebenfalls im Prinzip unverändert ist das Motorisierungsprogramm. Beide Crossover werden von den gleichen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzinern und 1,5-Liter-Dieseln befeuert. Beim 3008 kommen zwei Varianten des konzerneigenen Hybridantriebsstrangs hinzu: ein Plug-in-Hybrid – eine Kooperation aus 1,6-Liter-Turbobenziner und einem Elektroaggregat (elektrische Reichweiten: 56 respektive 59 Kilometer) – mit 225 PS und Frontantrieb oder mit 300 PS und elektrisch generiertem Allradantrieb. Dafür beschränkt sich das Leistungsspektrum der Verbrenner auf 130 PS. Für den 5008 gibt es noch keinen elektrifizierten Antrieb. Zum Ausgleich ist hier die Topmotorisierung ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 177 PS. 4x4 gibt es für ihn nicht, dafür ein fünfstufig justierbares elektronisches Traktionsunterstützungssystem.

Nachgelegt hat Peugeot im Kapitel Fahr- und Sicherheitsassistenten. Top-Feature ist ein Nachtsichtsystem. Es basiert auf einer Infrarotkamera, damit können Menschen oder Tiere bis zu einer Entfernung von 250 Metern geortet werden. Das war bei der ersten Fahrerprobung, bei klirrender Kälte, noch kein Thema. Dafür brillierten sowohl der 3008 als auch der 5008 alleine schon mit der schnell ansprechenden und fein regulierbaren Klimatisierung, in diesem Fall der Heizung. Danke!