Das neue Gesicht …

Chapeau! Der Peugeot 308 Nummer 3 hat eine markante Frontpartie: wuchtiger Grill mit neuem Logo und tief in den Stoßfänger schneidende Tagfahrlichter.

Thomas Vogelleitner
Thomas Vogelleitner Erstellt am 29. September 2021 | 05:52
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Neuer 308: Den Franzosen ist ein richtiger Eyecatcher gelungen! Charaktervoll. Die neue, serienmäßige Standard-Lackierung heißt Olivine-Grün.
Foto: Peugeot

Seit 2007 gibt es den 308 – bis dato haben die Franzosen den Kompakten weltweit mehr als 7.000.000-mal verkauft. Erfolg macht stark, Erfolg verpflichtet! Demnächst startet die dritte Generation (interner Name: P51) in Österreich. Demnächst heißt: erstes Quartal 2022. Ursprünglich war die Markteinführung noch für heuer geplant, aber die Zulieferprobleme bleiben der Löwen-Marke auch nicht erspart.

Apropos Löwe: Der neue 308 ist der erste Peugeot mit dem neuen Logo. Anstatt des stehenden Löwen wird künftig ein zweidimensionaler Löwenkopf, eingefasst in ein Wappen, die Fahrzeuge der Franzosen schmücken. Wir finden: Das neue Logo schaut richtig cool aus. Und macht sich auf der 308-Front ausgezeichnet. Auffällig wird es in Szene gesetzt. Grundsätzlich präsentieren sich Fünftürer und Kombi selbstbewusst – zwei scharfe Typen, könnte man sagen.

„Der Löwe ist immer und überall!“ Christoph Stummvoll, Pressesprecher Peugeot Österreich

Der 308 Nummer 3 baut technisch weiterhin auf der Konzernplattform EMP2 auf, die aber modernisiert wurde (Opel verwendet sie übrigens auch für den kommenden Astra). Äußerlich übertrifft der Fünftürer seinen Vorgänger um volle elf Zentimeter und positioniert sich mit einer Länge von 4,37 Metern nun am oberen Ende der Kompaktklasse. Der Kombi ist sechs Zentimeter länger geworden, misst somit 4,64 Meter – ein Maß, das man früher der Mittelklasse zuordnete. Dieses Mehr spürt man in erster Linie in der zweiten Reihe, das maximale Kofferraumvolumen: Fünftürer 1.323 Liter, Kombi 1.634 Liter.

Bei den Motoren hat man die Qual der Wahl (immer mit Frontantrieb): Zwei Benziner (1,2-Liter-Dreizylinder, 110 und 130 PS), ein Diesel (1,5-Liter-Vierzylinder, ebenfalls 130 PS) sowie erstmals auch zwei Plug-in-Hybride (Systemleistung 180 und 225 PS, 12,4-kWh-Batterie) stehen zur Auswahl. Die Teilzeitstromer haben eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 60 Kilometer. Wir waren bei der Präsentation rund um Cannes mit dem 130-PS-Diesel und dem 225-PS-Hybriden unterwegs. Beide Motoren überzeugten uns voll.

Was den elektrifizierten Antrieb reizvoller machte, ist zum einen die höhere Leistung und zum anderen die Ruhe und Geschmeidigkeit. Zudem geben Federungskomfort, Lenkung und Abrollgeräusche keinen Anlass zur Kritik. Wer heute schon komplett auf den Elektroantrieb setzt, muss sich beim 308 noch ein wenig gedulden, 2023 soll es aber soweit sein.

Im Innenraum lässt Peugeot das berühmt-berüchtigte i-Cockpit weiterleben – das finden wir gut so! Es wurde besonders im Hinblick auf die Digitalisierung weiterentwickelt und unterscheidet sich von normalen Cockpits im Wesentlichen dadurch, dass das Lenkrad kleiner ist und tiefer sitzt und die Armaturen oberhalb des Lenkradkranzes liegen.

Keine Angst: Man gewöhnt sich schnell daran! Zentrales Element ist der zehn Zoll große Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel. Er arbeitet reaktionsschnell wie ein Tablet, die Bedienung ist so einfach wie auf einem Smartphone. Die Navigationsdarstellung könnte allerdings etwas übersichtlicher sein. Es gibt auch eine Sprachsteuerung: „Ok, Peugeot“ genügt zur Aktivierung. Und man kann so reden, wie man zum Beifahrer reden würde (natürlich) …

Fazit: Daumen nach oben!