Verbrennungsmotoren bei Pkw ab 2030 verbieten?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

Erstellt am 18. Oktober 2016 (10:48)
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VCÖ
Ulla Rasmussen
VCÖ-Expertin

PRO: Ulla Rasmussen VCÖ-Expertin


Der deutsche Bundesrat hat das Aus für den Verkauf neuer Diesel- und Benzin-Pkw ab 2030 gefordert. Klingt visionär, ist erstens aber machbar und zweitens notwendig! Um Schäden durch infolge des Klimawandels stärker werdende Unwetter zu vermeiden, wurde mit dem Klimaabkommen von Paris der weltweite Ausstieg aus Erdöl, Kohle & Co. beschlossen. Das Verkehrssystem muss spätestens 2050 ohne Erdöl auskommen.


Davon sind wir heute weit entfernt. Je früher das Ende des Verbrennungsmotors kommt, umso besser auch für Gesundheit und Wirtschaft. Heute fließen für den Ölimport viele Milliarden Euro auch in Staaten mit fragwürdigen Regimes. Strom aus – erneuerbarer – Energie können wir in Österreich dagegen selber herstellen.

 

Sissi Furgler
Günther Kerle
Vorsitzender Arbeitskreis der österreichischen
Automobilimporteure

KONTRA: Günther Kerle, Vorsitzender des Arbeitskreises der österreichischen Automobilimporteure

Völlig utopisch! In Österreich beträgt der Anteil von E-Autos am Gesamtbestand derzeit 0,2 Prozent. Die Autoindustrie investiert seit Jahren viel Geld in die Entwicklung von E-Autos, für einen großen Teil der Bevölkerung sind sie aufgrund geringer Reichweiten, mangelhafter Ladein-frastruktur und hoher Anschaffungskosten aber noch keine attraktive Alternative zu konventionell betriebenen Pkw.

Die E-Mobilität wird in Zukunft zwar eine wichtige Rolle spielen, aber auch nach 2030 werden weiter verbesserte Verbrennungsmotoren eine maßgebende Rolle spielen. Der Strom kommt nicht emissionsfrei aus der Steckdose! Rahmenbedingungen zu setzen (CO2-Vorgaben) ist Aufgabe des Gesetzgebers, die technologische Lösung muss aber der Autoindustrie überlassen bleiben.

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