Das Feinste vom Feinsten. Der Range Rover hat einen neuen Reihensechser bekommen – mit 400 PS (und Mildhybridantrieb) ist das Topmodell der Briten standesgemäß motorisiert.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:19)
Natürlich hat die Qualität beim Range Rover ihren Preis – und das Befüllen des 104-Liter-Tanks …
Land Rover

In rund sechs Sekunden stürmt der Brite von 0 auf 100 km/h und liegt so fast auf Augenhöhe mit Hot Hatches wie dem Renault Megane R.S. oder dem Ford Focus ST. Allerdings: Unser Wagen ist ein Range Rover. Anders gesagt: 2,3 Tonnen Eigengewicht.

P400 heißt der neue Motor für den Range Rover – P wie Petrol, 400 für 400 PS. Es handelt sich dabei um einen Reihensechszylinder. Die drei Liter große Maschine ist als Mildhybrid konstruiert. Davon profitiert die Leistung, denn die 48-Volt-Batterie versorgt nicht nur das Start/Stopp-System mit Strom, sondern auch einen Turboverdichter. Das sorgt dafür, dass der Turbo schon bei niedrigen Drehzahlen arbeitet, womit es kein Turboloch gibt, das den Vortrieb verzögert. Der dabei generierte Vortrieb ist enorm und für ein Fahrzeug dieser Gewichtsklasse fast schon beängstigend (für die Mitfahrer heißt es: Festhalten!). Aber keine Angst: Auch die Bremsen verdienen sich ihren Namen.

Dass das Topmodell von Land Rover edel ausgestattet ist, brauchen wir eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Das adaptive Fahrwerk ist ein Hammer, on- und offroad. Im Gelände kann der Fullsize-SUV weit mehr als 99,9 Prozent seiner Besitzer jemals brauchen werden … Es ist ein extrem geiles (sorry!) Gefühl, mit dem Range Rover unterwegs zu sein. Vorsicht heißt es allerdings bei diesen bösen, engen Tiefgaragen (vor allem in Wien) – man sollte sie lieber meiden, sie sind nichts für schwache Nerven.

Unser Fazit: Mehr Fähigkeiten unter einen Hut zu bringen, ist praktisch nicht denkbar. Und: In diese kühlenden Ledersitze mit Massagefunktion haben wir uns verliebt.