Der Dritte im Bunde. Das SUV-Trio ist komplett: Nach Ateca und Arona bringt Seat den Tarraco – ein Bis-zu-Siebensitzer. Erfolg (wieder einmal) programmiert.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 11. Dezember 2018 (00:03)
Seat
Optisch soll der Tarraco (MQB-A- Plattform) zeigen, wo es bei Seat in Zukunft hingeht – es wird eine schöne Zukunft! Das Hauptaugenmerk liegt auf einer ausdrucksstarken und eleganten Linienführung.

Tarraco ist der antike Name der heutigen Stadt Tarragona (Katalonien). Der Name für den großen SUV wurde von über 140.000 Seat-Fans ausgewählt (in die Endausscheidung kamen auch Avila, Aranda und Alboran). Premiere: Der erste Seat, der in der VW-Stadt Wolfsburg gebaut wird – entwickelt und entworfen wurde er allerdings in der Seat-Zentrale in Matorell (Barcelona). Der fünftürige Wagen ist eng verwandt mit dem Skoda Kodiaq und dem VW Tiguan Allspace, vieles kommt (logischerweise) aus dem Konzernregal – was (natürlich) absolut kein Fehler ist!

Gefühl des Stolzes

Optisch überzeugt uns das neue Seat-Flaggschiff voll und ganz. Der Tarraco hinterlässt schon auf den ersten Blick einen bleibenden Eindruck mit seinen ausgewogenen Proportionen und seinem eleganten und gleichzeitig sportlichen Design. Die entschlossene Ausstrahlung der Frontpartie vermittelt ein Gefühl von Stolz. Und wie bei jedem Seat steckt in jedem Detail viel Liebe und Leidenschaft.

„Der Tarraco rundet nicht nur unser SUV-Angebot nach oben ab, sondern bringt auch neuen Schwung in das SUV-Segment und wird für Seat ganz neue Kundengruppen erschließen!“ Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Seat Österreich 

Mit seiner Länge (4.735 Millimeter, Radstand 2.790 Millimeter) bietet der Wagen für die Insassen ausreichend Platz – bei der siebensitzigen Variante ist die letzte Reihe hauptsächlich für Kids gedacht. Der Fünfsitzer hat übrigens ein Kofferraumvolumen von mindestens 760 Litern, und maximal passen stolze 1.920 Liter rein. Da hat einiges Platz! Fein finden wir auch den Mix der Materialien im Innenraum – das vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. (Derzeitiges) Novum bei Seat: freistehender Acht-Zoll-Touchscreen. Cool: Das digitale Cockpit (10,25 Zoll groß) ist immer serienmäßig mit an Bord.

Plug-in-Hybrid folgt 2020

Zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren stehen (beim Start) zur Auswahl (alle erfüllen die Abgasnorm Euro-6d-Temp), mindestens 150 PS, maximal 190 PS. Höchstgeschwindigkeit bis zu 211 km/h, Verbrauch ab 5,7 Liter. Unser Tipp ist der 190 PS starke Diesel mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe – eine Traumkom-bination! Ein Plug-in-Hybrid mit knapp über 200 PS wird 2020 nachgereicht (50 Kilometer elek-trische Reichweite). Und dann soll noch der Cupra Tarraco mit angeblich rund 500 PS an den Start gehen.

Fahreindruck? Die Lenkung ist direkter als die seiner Brüder (Kodiaq und Tiguan Allspace). Dank des Allradantriebs kommt der Tarraco auch vernünftig um die Kurven, erreicht aber nicht die Agilität eines Porsche Cayenne. Muss er auch nicht, seine Stärke ist die Ausgewogenheit: Das adaptive Fahrwerk ist im Sportmodus zwar straff(er), aber bei weitem noch nicht unkomfortabel.