Österreich

Erstellt am 05. Februar 2019, 06:43

von Alexander Seger

Südländer als Schneekönig. Entworfen in Barcelona, gebaut in Wolfsburg, getestet in Südtirol: Vor seinem Verkaufsstart musste der Seat Tarraco beweisen, dass er winterfit ist.

Optisch zeigtder Tarraco, wo es bei Seat inZukunft hingeht – es wird eine schöne Zukunft!Ein Plug-in-Hybrid kommt 2020, ein Cupra Tarraco ist auch in der Pipeline.  |  : Seat

Die letzte Februar-Woche ist im Kalender aller österreichischen Seat-Mitarbeiter rot eingetragen: Mit dem Marktstart des Tarraco erreicht die größte Produktoffensive in der Firmengeschichte des katalonischen Automobilherstellers ihren Höhepunkt.

Da das Segment der „citytauglichen Försterautos“ von Jahr zu Jahr beliebter wird, folgt nun der dritte Streich: Der größte Seat-SUV, der Tarraco (Länge 4.735 Millimeter, Radstand 2.790 Millimeter), soll zukünftig einen maßgeblichen Anteil zum Unternehmenserfolg beitragen. Außerdem zeigt er als erster Vertreter der neuen Designlinie, wie zukünftige Seats ausschauen werden. An den neuen Kühlergrill kann man sich auf jeden Fall gut gewöhnen, der noch schärfere Blick der dreieckigen Scheinwerfer (Voll-LED, serienmäßig bei allen Modellen) gibt dem Auto einen entschlossenen Auftritt. Innen ist ausreichend Platz – den Tarraco gibt es als Fünf- oder Siebensitzer, der Fünfsitzer hat ein maximales Kofferraumvolumen von 1.920 Liter.

„Der Tarraco rundet nicht nur unser SUV-Angebot nach oben ab, sondern bringt auch neuen Schwung in das SUV-Segment und wird für Seat ganz neue Kundengruppen erschließen!“ Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Seat Österreich

Unter der stylischen Außenhaut sitzt vertraute Großserientechnik: Die Basis des Tarraco ist der Modulare Querbaukasten des VW-Konzerns, Ähnlichkeiten mit dem Skoda Kodiaq oder dem VW Tiguan Allspace sind daher keineswegs zufällig. Der Tarraco wird sogar in Wolfsburg produziert. Davon, dass der Spanier auch auf Schneefahrbahnen sicher manövriert werden kann, konnten wir uns in Südtirol überzeugen – aber, Hand aufs Herz, hätte jemand etwas anderes erwartet?

Der Tarraco ist vorerst mit zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren (1,5 und 2,0 Liter Hubraum) in den Ausstattungsvarianten Style und Xcellence erhältlich. Alle Triebwerke verfügen über Direkteinspritzung und Turboaufladung und erreichen Leistungen von 150 und 190 PS. Das von uns gefahrene Topmodell 2.0 TDI 4Drive mit 190 PS zeigte unabhängig vom per Driving-Experience-Button gewählten Fahrprofil eine leichte Anfahrschwäche. Ob die Gedenksekunde von der Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik oder von der modernen Software der Euro-6d-Temp-Abgasreinigung herrührt, lassen wir mal im Raum stehen. Einmal in Bewegung gibt es am Handling jedoch absolut nichts auszusetzen.

Leider nicht zu fahren war der E-Scooter Seat eXS powered by Segway. Mit einer maximalen Reichweite von 45 Kilometern soll er speziell in der Innenstadt für zusätzliche Mobilität sorgen. Ab 599 Euro ist der eXS ab sofort erhältlich – wer bis 30. Juni des heurigen Jahres einen Tarraco bestellt, bekommt ihn sogar gratis (umgekehrt gilt das Angebot leider nicht).

Neu: Seat Tarraco

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, ab Ende Februar bei den Händlern. Ben-ziner: 1.5 TSI ACT (150 PS) ab 33.490 Euro, 2.0 TSI DSG 4Drive (190 PS) ab 45.290 Euro; Diesel: 2.0 TDI (150 PS) ab 37.790 Euro, 2.0 TDI DSG 4Drive (150 PS) ab 43.090 Euro, 2.0 TDI DSG 4Drive (190 PS) ab 48.890 Euro. Frühbucherbonus (bei Kauf bis 28. Februar): 1.500 Euro. Zwei Ausstattungsversionen: Style (sieben Airbags, ESP, Spurhalteassistent, Tempomat, digitales Infodisplay, Klimaanlage), und Xcellence (adaptive Geschwindigkeitsregelung, Parklenkassistent, elektrische Heckklappe, Drei-Zonen-Klimaautomatik). Wird nachgereicht: Version FR.