Die Jahre der Herausforderungen

Statistisch getrennt geführt werden seit heuer die Marken Seat und Cupra. Der gemeinsame Marktanteil (in Österreich) liegt in den ersten elf Monaten des Jahres 2021 bei stolzen 7,3 Prozent.

Erstellt am 24. Dezember 2021 | 05:23
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Die Produktion des Alhambra läuft Mitte 2022 aus.
Foto: Seat

Unter den Top Ten des österreichischen Pkw-Gesamtmarkts firmiert Seat derzeit an dritter Stelle. 14.378 Neuzulassungen bedeuten 6,5 Prozent Marktanteil. Das ergibt zwar gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,1 Prozent, doch steht dem gegenüber, dass sich die Tochtermarke Cupra nun solo behaupten muss. Die sportlich orientierten Katalanen machen 0,8 Prozent (1.727 Neuzulassungen) des Gesamtmarkts aus. Österreich ist für die beiden VW-Konzern- Labels ein Vorzeigemarkt, mit Platz 2 im europäischen Ranking. Nur im Heimatland Spanien ist man noch stärker – mit einem gemeinsamen Marktanteil von 9,1 Prozent.

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Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Seat und Cupra in Österreich.
Foto: Seat

Gestellt sind die Weichen für die kommenden Jahre: Seat ist die Rolle der – teils bereits elektrifizierten – Verbrenner zugeteilt, Cupra mutiert zur reinen Elektromarke. Auf das Mutterhaus kommt eine Reihe von Herausforderungen zu: Der Mii, zuletzt ein Batterieelektriker, entfällt, er wurde heuer immerhin noch 800 Mal in der Alpenrepublik neu zugelassen. Ebenfalls nur noch begrenzt zur Verfügung steht der Alhambra, eines der beliebtesten Seat-Modelle, das dieses Jahr auf bisher 896 Neuzulassungen verweisen kann – obwohl Diesel und Allrad keine Optionen mehr sind.

Die Produktion des bis zu siebensitzigen Familien-Vans läuft Mitte 2022 aus. Ein Ersatz ist nicht in Sicht. Einen kleinen Ausgleich schafft der Tarraco, der ebenfalls mit bis zu sieben Sitzen bestellt werden kann. Zwar noch im Programm, doch nicht mehr weiterentwickelt werden die Erdgas-Varianten (Ibiza, Arona und Leon).

Seat und Cupra stehen nicht in Konkurrenz, die beiden Marken ergänzen einander perfekt!“

Bei Cupra steht der Born aktuell neu am Start, mit momentan 79 Zulassungen. Verstärkung ist für den Vollelektriker zwar in Sicht, doch, in Gestalt des Tavascan, erst für 2024 zu erwarten. Und 2025 soll der zunächst als Konzept namens Urban Rebel vorgestellte Elektro-Kleinstwagen das Cupra-Portfolio abrunden.

Was beide Marken (be-)trifft: die Chip-Krise und die daraus resultierenden ausgedehnten Lieferzeiten. Aktuell bestellte Aronas sind mit Mai zu erwarten. Die weiteren Zeithorizonte: Ateca, Leon Fünftürer und Kombi sowie Tarraco sollen im Juli vom Händler abgeholt werden können, der Ibiza müsste im August eintreffen.