Der Bär ist los!. Der Countdown läuft! Demnächst haben die Tschechen auch einen „großen SUV“ im Programm. Name: Kodiaq. Hat ein tolles Preis/Leistungs-Verhältnis.

Von Franz Farkas. Erstellt am 01. Dezember 2016 (11:36)

Nachgelesen auf Wikipedia: „Der Kodiakbär ist eine Unterart des Braunbären. Er lebt auf der Kodiakinsel und den benachbarten Inseln Afognak und Shuyak vor der Südküste Alaskas und gilt neben dem Eisbären und dem Kamtschatkabären als das größte an Land lebende Raubtier der Erde.“

Mit dem Kodiaq wagen sich die Tschechen erstmals in das Segment der „großen SUVs“. Konkret platziert sich das 4,7 Meter lange Auto am oberen Ende des A-SUV-Segments (angetreten wird unter anderem gegen: Mazda CX-5, Toyota RAV4, Hyundai Santa Fe, Mitsubishi Outlander).

Optisch wirkt der Fünftürer wie aus einem Guss, mit klaren und doch akzentuierten Linien – und damit einer unverkennbaren Markenausstrahlung. Die Skoda-Leute sagen: „Scharfes Design angelehnt an tschechische Kristallkunst!“ Der Kodiaq ist nur geringfügig länger als ein Octavia Combi, bietet aber bis zu 720 Liter Kofferraumvolumen – bei opulentem Platzangebot auf der um 180 Millimeter längsverschiebbaren Fondbank.

„Der Kodiaq markiert den Beginn einer breit angelegten SUV-Offensive von Skoda!“

Justus Klug, Pressesprecher Skoda Österreich

Zudem lässt sich der Laderaum erstmals bei Skoda mit zwei zusätzlichen Sitzen ausrüsten (das Erklimmen dieser Sitzgelegenheiten ist konstruktionsbedingt etwas mühsam). Das maximale Kofferraumvolumen (zweisitzig) geben die Tschechen mit 2.065 Liter an. Wird die Beifahrersitzlehne umgeklappt, dann passen Gegenstände bis 2,8 Meter hin- ein). Bärenstarkes Platzangebot …

Der Innenraum des komplett neuen Skoda kommt gut rüber, wirkt sehr aufgeräumt. Obwohl Plastik dominiert, wirkt nichts billig. Stauraum ist genug vorhanden: Zwei Handschuhfächer und diverse Ablagen nehmen vieles auf, was man zu brauchen glaubt. Wie bei Skoda üblich gibt es viele nette „Simply Clever“-Gimmicks (mehr als 30!). Siehe Eiskratzer im Tankdeckel. Siehe die als Taschenlampe verwendbare Kofferraumbeleuchtung. Neu ist ein Kantenschutz an den Türen, der automatisch beim Öffnen ausfährt. Neu auch das Schlafpaket mit zwei Decken und speziellen Kopfstützen. Fein der Anhängerassistent für automatisches Reversieren oder Einparken mit Hänger (Anhängelast maximal 2.500 Kilogramm). Clever: Die Kindersicherung der Fondtüren ist per Knopfdruck elektrisch in der Fahrertür platziert.

Im Fahrbetrieb gibt sich der große Skoda-Bär überraschend agil und besticht durch eine ausgezeichnete Dämpfung zum Innenraum (Fahrwerks- und Abrollgeräusche sind kaum auszumachen). Schon mit dem 1.4 TSI (die Basismotorisierung hat 125 PS mit Frontantrieb, ab 6,0 Liter pro 100 Kilometer) ist man sehr gut unterwegs. Der österreichische Skoda-Importeur erwartet sich allerdings einen Dieselanteil von 94 Prozent – der 2.0 TDI hat einmal 150 PS (ab 4,9 Liter pro 100 Kilometer), einmal 190 PS (plus bärige 400 Newtonmeter). Der stärkere Selbstzünder ist serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb ausgerüstet (erwarteter 4x4-Anteil: 81 Prozent).

Daten und Fakten: Skoda Kodiaq

Start & Preis. Markteinführung im März. Der Einstiegspreis steht schon fest: 25.690 Euro.

Drei Benziner (1.4 TSI/125 PS, 1.4 TSI/150 PS, 2.0 TSI/180 PS) und zwei Diesel (2.0 TDI/150 PS, 2.0 TDI/190 PS) werden vorerst zur Auswahl stehen – alle Abgasnorm Euro 6. In Planung bzw. möglich: 116-PS-Diesel, RS-Version mit 230-Diesel-PS (2018) sowie ein Plug-in-Hybrid. Wird auch kommen: Offroad-Version namens Scout. Kraftübertragung: Front- oder (mitdenkender) Allradantrieb, Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe. Die 4x4-Versionen haben optional einen Offroad-Modus (der Ordnung halber die Bodenfreiheit: 187 Millimeter).

Nahezu alle Assistenz- und Multimediasysteme aus dem VW-Konzernregal sind für den Kodiaq erhältlich.