Situative Winterausrüstungspflicht endet am Montag. Bis inklusive Montag, 15. April, gilt die situative Winterausrüstungspflicht. Das heißt, wer bei entsprechenden Fahrbahnverhältnissen mit seinem Auto unterwegs ist, muss Winterreifen montiert haben.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 10. April 2019 (10:25)
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"Wird man mit falscher Bereifung erwischt, droht eine Geldstrafe. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, reicht der Strafrahmen bis zu 5.000 Euro", erklärt ÖAMTC-Jurist Alexander Letitzki. Nachdem der April für Wetterkapriolen bekannt ist, lohnt vor einer verfrühten Entscheidung zum Räderwechsel der Blick aus dem Fenster und in den Wetterbericht. "Das aktuelle Wetter ist wichtiger als das Datum auf dem Kalender. Notfalls sollte man besser das Auto stehen lassen, wenn bereits umgesteckt wurde", so Letitzki.

Witterung wichtiger als Stichtag

Sind Verkehrsteilnehmer nach dem 15. April bei Schneefall mit Sommerreifen unterwegs, kann das bei einem Unfall Probleme mit der Versicherung mit sich bringen. "Denn die Einschätzung der Fahrbahnverhältnisse und die Wahl der Ausrüstung liegen grundsätzlich beim Lenker - es ist also sehr wahrscheinlich, dass eine Kasko-Versicherung etwaige Schäden nicht zahlt", sagt der ÖAMTC-Jurist.

Eine Sommerreifenpflicht gibt es übrigens nicht. Dennoch sollte mit dem Umstecken nicht zu lange gewartet werden. "Winterreifen sind nicht für den Sommer gemacht. Das kann zu längeren Bremswegen, höherem Verschleiß und schlechterem Fahrverhalten führen", erklärt Letitzki. Für die Übergangszeit empfiehlt der Mobilitätsclub daher, speziell bei längeren Fahrten Wetter- und Fahrbahnverhältnisse vorab zu checken – und das unabhängig vom Stichtag 15. April. Der ÖAMTC bietet seinen Mitgliedern den Räderwechsel ganzjährig an allen Stützpunkten an.