Suzuki und Toyota: Steckdosen-Partnerschaft. Zusammen stärker: Suzuki und Toyota kooperieren auf technischer Ebene. Erstes Resultat ist der Across – ein SUV mit Plug-in-Hybridantrieb.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 04. November 2020 (05:16)
Erster Suzukimit Plug-in-Hybridantrieb: Across. 306 PS Systemleistung (in 6,2 Sekunden auf Tempo 100, begrenzte 180 km/h schnell), Kraftstoffverbrauch „kombiniert“ 1,0 Liter pro 100 Kilo-meter …
Suzuki

Technische Allianzen im automotiven Bereich ziehen sich gewöhnlich quer über alle Kontinente. Manchmal bleibt man im eigenen Land, wie Suzuki und Toyota. Die beiden japanischen Hersteller haben sich zu einer Kooperation zusammengetan, zur Komplettierung der Modellpaletten und zur gemeinsamen Entwicklung sowie Nutzung von Technologien. Im Fokus: die (weitere) Elektrifizierung der Antriebe.

Das erste sozusagen körperliche Produkt dieser Partnerschaft ist der Suzuki Across. Ein SUV in eher überkompakter Größe (4.635 Millimeter lang), mit Plug-in-Hybridantrieb. Wem die Statur bekannt vorkommt, der liegt nicht daneben, wenn er dabei an den Toyota RAV4 denkt. Der steckt tatsächlich im Suzuki-Outfit, und zwar in der neuen Plug-in-Hybridversion, samt einem cleveren Allradantrieb.

Nun ist Suzuki auf dem Sektor SUV bereits breit aufgestellt, siehe den Crossover Ignis, siehe die hochbeinigen Kompaktmodelle Vitara und SX4 S-Cross (der Jimny ist leider nicht mehr dabei). Auch was 4x4 betrifft, ist die Marke versiert und damit als einer der wenigen Hersteller sogar im Kleinstwagensegment vertreten (siehe Swift). Und auch die bereits genannten SUV-Vertreter sind optional mit elektronisch gesteuertem 4x4-Antrieb (Name: Allgrip) zu haben. Motorisch hat Suzuki bereits durchwegs auf Benziner umgestellt, die Diesel wurden aussortiert. Und die Ottos sind jetzt mildhybridisiert. Fehlte nur noch ein sozusagen echter Teilzeitelektriker, sei es ein Vollhybrid (ein Sektor, auf dem Toyota Pionier ist), sei es ein an der Steckdose aufladbares System.

„Wir freuen uns, mit dem neuen Across einen modernen, zukunftsweisenden SUV in unserer Modellfamilie zu haben …“ Roland Pfeiffenberger, Geschäftsführer Suzuki Austria

Zweiteres ist nun im Across realisiert. Die Technik stammt 1:1 aus dem Toyota RAV4 PHEV. Der Antriebsstrang setzt sich zusammen aus einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 185 PS. Dazu kommt ein 184-PS-Stromaggregat, das für den Antrieb der Vorderachse zuständig ist und auch als Generator fungiert. Komplettiert wird das Ganze durch ein 54-PS-Elektroaggregat an der Hinterachse. Das resultiert in elektrisch generiertem Allradantrieb (heißt E-Four). Gekoppelt ist das an ein CVT-Getriebe (CVT steht für Continuously Variable Transmission).

Die Systemleistung gibt Suzuki mit 306 PS an (ein Systemdrehmoment ist nicht angegeben). Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 18,1 kWh, damit soll eine elektrische Reichweite von 75 Kilometer möglich sein (WLTP). Zur Auswahl stehen vier Betriebsmodi: automatisch, hybrid, elektrisch und ladend. Akustisch macht sich übrigens der Across bemerkbar, wenn er im Elektro-Modus unter 24 km/h fährt, durch ein künstlich erzeugtes Fahrgeräusch. Vierfach ist auch das Offert an Fahrprogrammen: Normal, Sport, Eco und Trail (Offroad, mit automatisch agierendem elektronisch gesteuertem Sperrdifferenzial).

So gut wie keine Auswahl hat man im Suzuki, was die Mitgift betrifft: Es ist nämlich alles serienmäßig an Bord, was man braucht! Samt einer Armada an Assistenten: zum Notbremsen, zum Spurhalten (mit Lenkeingriffen), dazu kommen Verkehrszeichenerkennung, Toter-Winkel- und Querverkehrswarner sowie Berganfahrhilfe. Auch ein adaptiver Abstandsregeltempomat ist an Bord.