Aller Laster Anfang und kein Ende in Sicht. Es gibt bereits 69 verschiedene Crafter- Varianten – und das Angebot soll noch ausgeweitet werden.

Von Franz Farkas. Erstellt am 26. September 2017 (01:16)
NOEN, VW
Vom Vorgänger wurde nullübernommen: zweite Crafter-Generation. Der Pritschenwagen (Bild) ist das „Schweizer Messer“ unter den Nutzfahrzeugen (der Crafter gehört zu den „leichten Nutzfahrzeugen“).

Seit etwa einem Jahr produziert VW (in Kooperation mit MAN) in einem hochmodernen Werk in Wrzenia (in der Nähe von Poznan, Polen) den Crafter Nummer 2. Etwa 3.000 Mitarbeiter schrauben hier täglich bis zu 380 Autos zusammen.

Waren es vorerst nur Fronttriebler, so gibt es mittlerweile auch Modelle mit Heck- und Allradantrieb. Mit drei Längen (5,9, 6,8, 7,4 Meter), drei Höhen (2,3, 2,6, 2,8 Meter), einem Kastenmodell, Pritschenversionen mit Einzel- und Doppelkabine oder auch nur mit einem Fahrgestell für Sonderaufbauten sowie einem 2,0-Liter-Dieselmotor in vier Leistungsstufen (von 102 bis 177 PS) kommen so 69 Varianten zusammen.

„Der Crafter ist für jedes Unternehmen maßgeschneidert!“ Karin Angerer, Pressesprecherin VW Nutzfahrzeuge Österreich

Das ist umso erstaunlicher, als dass noch kein Ende in Sicht ist! Mitte 2018 wird eine Kombiversion (etwa für Shuttle-Dienste) folgen, eine Studie als XXL-Camper wurde ebenfalls schon gezeigt. Dazu will man sich künftig auch noch selbst um diverse andere Sonderaufbauten, wie zum Beispiel für die Polizei oder die Feuerwehr, kümmern. Auch an einer Elektroversion wird gearbeitet, die ersten „Zero Emission“-Crafter sollen bereits 2018 auf dem Markt sein.

Neben dem Allradantrieb ist nun auch eine achtgängige Automatik (Wandler) lieferbar. Im Innenraum dominiert immer noch (praktischer und robuster) Kunststoff, doch insgesamt ist der Komfort erheblich gestiegen. So sind die verschiedensten Assistenzsysteme, wie Park- und Rangiersensoren, Rückfahrkamera, Toter-Winkel-Assistent, Auspark- und Spurhalteassistent, Einparkhilfen für Anhänger, erhältlich.

Im Steinbruch von St. Margarethen (Burgenland) hatten wir die Gelegenheit, den 4Motion (übrigens: erstmals in der Crafter-Geschichte) und eine Automatikversion zu testen. Zudem fuhren wir auch einen Kastenwagen mit langem Radstand, und eine Pritsche mit Heckantrieb. Bei allen Modellen fällt sofort der an einen Pkw erinnernde Fahrkomfort auf, die lange Version reagierte im unbeladenen Zustand trotz Seitenwindassistent etwas empfindlich (wurde aber nie lästig). Unter dem Strich: So lässt es sich arbeiten!