Höchste Zeit zum Reifenwechseln. Ab 1. November müssen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen Winterreifen montiert sein. Sonst steigt die Unfallgefahr, außerdem drohen Strafen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Oktober 2020 (16:01)
ÖAMTC

In Teilen Österreichs hat es zuletzt bereits bis in tiefere Lagen geschneit. Autofahrer sollten ihre Autos deshalb winterfit machen. "Es ist höchste Zeit, die Winterreifen aufzuziehen", empfiehlt der ÖAMTC. Geeignete Winterreifen sind nicht nur aus Sicherheitsgründen ein Muss, sondern auch für den Versicherungsschutz notwendig, ergänzt John-Paul Pieper, CEO der digitalen Kfz-Versicherung nexible. 

Wann gilt die Winterreifenpflicht? Ab 1. November gilt die situative Winterausrüstungspflicht. Dann müssen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen, also bei Schnee, Matsch oder Eis, auf allen Rädern Winterreifen montiert sein.

Was passiert, wenn man vergisst, die Reifen zu wechseln? Wer sich nicht an die Winterreifenpflicht hält oder mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, muss mit einer Verwaltungsstrafe rechnen. Das kostet, laut ÖAMTC, in etwa 50 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer durch falsche Bereifung gefährdet, reicht das Strafmaß theoretisch bis zu 5.000 Euro. Passiert ein Unfall und man hat auf winterlicher Fahrbahn Sommerreifen montiert, muss man mit weiteren Unannehmlichkeiten rechnen: So muss die Haftpflichtversicherung dem Geschädigten zwar seinen Schaden ersetzen, die Kaskoversicherung kann eine Zahlung an den Pkw-Besitzer aber aufgrund "grober Fahrlässigkeit" ablehnen, erklärt der ÖAMTC-Jurist.

Woran erkennt man Winterreifen? Gesetzeskonforme Winterreifen erkennt man an der "M+S"- und/oder einer Schneeflocken-Kennzeichnung. 

Wie lange kann man Winterreifen verwenden? Ob die Reifen vom vergangenen Jahr noch verwendet werden können, kommt vor allem auf die Profildichte an. "Die muss mindestens vier Millimeter betragen", erklärt der ÖAMTC-Rechtsexperte. "Eine geringere Profiltiefe wäre nicht nur strafbar, sondern würde im Ernstfall auch für einen zu langen Bremsweg sorgen, was bei einem Unfall schwerwiegende Folgen haben könnte. Zudem ist auch der Zustand des Gummis nicht außer Acht zu lassen. Ist dieser zu hart, fehlt Haftung am Boden", erklärt Reifenprofi Sven Dittmann von Nokian Tyres.