17-Jähriger tötet Freund mit einem Küchenmesser. SCHRECKLICHE BLUTTAT / 16-jähriger Pottendorfer nach durchzechter Nacht bei Streit auf Feldweg in Weigelsdorf erstochen. Der Täter ist geständig. Hintergrund unklar.

Erstellt am 28. März 2011 (06:59)
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WEIGELSDORF /  Eine unfassbare Bluttat ereignete sich am Sonntagvormittag auf einem Feldweg in Weigelsdorf. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde von seinem 17-Jährigen Bekannten erstochen.
Der Verdächtige, 17 Jahre jung, verbrachte die Nacht von Samstag auf Sonntag gemeinsam mit seinem Bekannten Stefan S. (16). Die beiden Burschen besuchten verschiedene Veranstaltungen, zuletzt ein Clubbing in der Scheune Unterwaltersdorf. Dann machten sie sich auf den Heimweg. Dabei soll der Verdächtige eine Fensterscheibe absichtlich eingeschlagen haben. Das dürfte das spätere Opfer, Stefan, so sehr geärgert haben, dass er den Vorfall um 7.20 Uhr der Polizei telefonisch meldete. Er nannte auch den Namen seines Kumpanen.

Die Stimmung zwischen den beiden dürfte deshalb schon schlecht gewesen sein, trotzdem blieben sie zusammen und gingen zu Fuß weiter zum Bahnhof nach Weigelsdorf. Auf einem Feldweg, der parallel zur B60 verläuft, wurde der Streit immer lauter und heftiger. Plötzlich, so erzählte der Verdächtige bei seiner ersten Einvernahme am Sonntagnachmittag, habe Stefan ein etwa 25 Zentimeter langes Küchenmesser gezückt. Warum er das Messer mit sich geführt hatte, konnte noch nicht geklärt werden. Es kam zwischen den beiden Jugendlichen zu einem Gerangel. Dabei konnte der 17-Jährige dem Angreifer das spätere Mordinstrument entreißen, Stefan fiel zu Boden und sein Freund stach mehrmals in den Rücken seines Begleiters.

Der Notarzt stellte Tod durch Fremdverschulden fest

Zwei Jäger hörten die Schreie und eilten zum Tatort. Sie fanden Stefan reglos am Boden liegen, der „Freund“ war schon weggelaufen. Die Jäger verständigten Rettung und Polizei. Der Notarzt konnte jedoch nur mehr den Tod durch Fremdverschulden feststellen. Der Verdächtige konnte rasch ausgeforscht werden. Durch die morgendliche Anzeige bei der Polizei kam die Polizei schnell auf den 17-Jährigen. Um 11.20 Uhr läuteten die Beamten an seiner Haustüre und nahmen ihn fest, er ließ es widerstandslos geschehen. Der verdächtige Jugendliche erzählte, er habe Stefan einfach liegen gelassen, wollte nur nach Hause, um sich umzuziehen.