Wasser im Überfluss und ein „Sieger der Herzen“. Einige Österreicher haben gute Titel-Chancen – noch müssen Prüfungen absolviert werden. WM-Splitter vom Event in Ebreichsdorf!

Von Andreas Fussi. Erstellt am 22. September 2017 (14:05)

Gedankenaustausch auf höchster Ebene: Als der neue niederösterreichische Landesrat Franz Schnabl (SPÖ) kurz vor seiner Angelobung die Rettungshunde-WM besuchte, traf er auf einen Kollegen aus Berlin. Mit Politik hatte dieses Treffen aber nichts zu tun:
Franz Schnabl ist Präsident des „ASB Arbeiter Samariter Bundes“ in Österreich. Detlef Kühn ist ASB-Landesvorsitzender-Stellvertreter in Berlin. Kühn bekam vor einiger Zeit sogar das deutsche Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um das Rettungshundewesen verliehen. Zugleich ist Detlef Kühn u.a. einer der Gründer der „Internationalen Rettungshunde Organisation“ und bei der WM als Beirichter in der Trümmersuche im Einsatz.

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Nach dem heftigen Regen mussten am ersten Tag der Prüfungen 550.000 Liter Regenwasser vom Platz „entsorgt“ werden. Was normalerweise unmöglich scheint, ist im Magna Racino kaum ein Problem. Mit einem komplizierten unterirdischen Be- und Entwässerungssystem des 11.000m2 großen Reitplatzes, auf dem die Unterordnungsprüfungen der WM stattfinden, war das Platz nach wenigen Stunden nur noch feucht.

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Zum „Sieger der Herzen“ wurde spontan der neun-jährige Dackel namens „Evro-Kristian-Fost“ gekürt. Er schaffte mit seinem Herrchen Lukhin Serhii aus der Ukraine in der Trümmersuche hervorragende 152 Punkte (200 sind das Maximum, 140 müssen erreicht werden, um zu bestehen). Trümmer-Richterin Resi Gerritsen (Holland), die seit Jahrzehnten weltweit Rettungshunde bewertet, zeigte sich ebenfalls von dem kleinen „Wirbelwind“ begeistert. Einige kleine Fehler des Hundeführers verhinderten leider eine noch bessere Bewertung des Hundes.

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Helmpflicht gilt für Rettungshundeführer nicht nur bei Einsätzen, sondern auch auf der Schadstelle bei der Trümmer-Prüfung im Tritol-Werk (Bundesheer-Gelände) nahe Wr. Neustadt. Die Helmpflicht gilt aber auch für TV-Teams und Fotografen, die sich bei der Arbeit im Gelände aufhalten. Ausnahmen sind seitens des Bundesheeres nicht möglich.

Infos und alle Ergebnisse auf: www.rettungshunde-wm.at