Bürger liefern die Ideen in Pottendorf

Erstellt am 23. September 2022 | 04:45
Lesezeit: 3 Min
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Gernot Blümel (l.) von der Plattform hatte Amtsleiter Andreas Ritter aus Ebenfurth nach Pottendorf eingeladen.
Foto: privat
Gernot Blümel von der Parteiunabhängigen Plattform holte Baumeister Andreas Ritter als Verstärkung.
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Die Veranstaltung, initiiert von der Parteiunabhängigen Plattform von Gernot Blümel, war von zwei Schwerpunkten geprägt.

Baumeister Andreas Ritter, Amtsleiter der Stadtgemeinde Ebenfurth, hielt einen Impulsvortrag, der die Tücken, die ein Projekt wie die geplanten Bauland-Umwidmung in Wampersdorf mit sich bringen würde, zum Thema hatte.

Ritter ging nicht nur auf die unmittelbar auftretenden Auswirkungen wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung Verkehr, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, Verkehrsproblematik usw. ein, sondern beleuchtete im Besonderen jene Folgen, die erst nach einigen Jahren auf eine Kommune zukommen, wie etwa ein mögliches Angebot an Arbeitsplätzen, die Notwendigkeit, die Bildungseinrichtungen zu erweitern, bei vermehrtem Zuzug mehr Integrations- und Stützmaßnahmen, größerer Bedarf in der Altenpflege- und Betreuung und vieles andere mehr.

Der zweite Schwerpunkt des Sommergesprächs war der Startschuss zur Aktion „Unsere Gemeinde blüht“ auf.

Ideen der Bürger sammeln, besprechen und umsetzen

„In den vergangenen Wochen sind von der Bevölkerung unzählige Ideen zur Ortsentwicklung an uns herangetragen worden“, sagte Gernot Blümel, der Initiator der Aktion. „Wir wollen diese Ideen themenmäßig sortieren, für alle sichtbar machen und so die Möglichkeit schaffen, das Entwicklungsstadium der jeweiligen Idee mitzuverfolgen.“

Im ersten Schritt soll dies online geschehen. Auf der Webseite wurde virtuell ein Baum gepflanzt, bei dem jeder Ast eine Idee symbolisiert. Ist eine der Ideen im Planungsstadium, so wird eine farbige Knospe sichtbar. In der Umsetzungsphase entsteht eine kleine Blüte, ist die Idee umgesetzt, erstrahlt diese als volle Blüte am Ideenast.

„Um die Ideenfindung zur Ortsentwicklung auf eine noch breitere Basis zu stellen, haben wir begonnen Gespräche mit Vereinen, Institutionen, Organisationen und Einrichtungen zu führen.“

„Um die Ideenfindung zur Ortsentwicklung auf eine noch breitere Basis zu stellen, haben wir begonnen Gespräche mit Vereinen, Institutionen, Organisationen und Einrichtungen zu führen. In der Folge werden die zuständigen Verantwortlichen der Gemeindeausschüsse eingeladen, denen wir die jeweiligen Ideen präsentieren möchten. Im Idealfall wird dann gemeinsam eine weitere Vorgangsweise angedacht“, heißt es von der Initiative.

Blümel weiß aber: „Natürlich spielt dabei die Bereitschaft der Gemeindeführung, die Ideen ihrer Gemeindebürger überhaupt umsetzen zu wollen, eine entscheidende Rolle. Aber die Chance auf eine bevölkerungsnahe, umweltschonende und nachhaltige Ortsentwicklung ungenützt zu lassen, wird wohl nicht im Interesse einer Gemeinde sein.“

Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner, SPÖ, wurde bisher von der Plattform nicht kontaktiert. „Wir sind in unseren Ausschüssen und im Gemeinderat gerade dabei, das geplante Bauprojekt zu diskutieren. Ideen der Plattform wurden an uns bisher keine herangetragen“, sagt der Ortschef.

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