Hoffen auf Weinfest-Sommer in Traiskirchen/Pfaffstätten. Zittern um Fest im Stadtpark geht weiter. Pfaffstättner Heurigendorf ist bereits beschlossene Sache.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 10. Juni 2021 (05:17)
Weinkönigin Theresia I., Bürgermeister Christoph Kainz und Weindorf-Obmann Stefan Österreicher stießen im Vorjahr das erste Mal auf die Ersatzveranstaltung zum Großheurigen an.
Jandrinitsch, Jandrinitsch

Offiziell ist der Termin gecancelt worden – von 2. bis 18. Juli hätte das Traiskirchner Weinfest im Stadtpark stattfinden sollen.

Weinfest-Obmann Andreas Schafler bleibt trotzdem optimistisch. „Ja, der Juli-Termin findet definitiv nicht statt. Aber wir arbeiten intensiv an einem Ersatztermin.“

Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Fest stattfindet, darauf will sich Schafler nicht einlassen. „Ich kann sagen, die Hoffnung lebt drei Regenbogen hoch. Von acht Winzern, die ursprünglich schon zugesagt haben, dass sie mitmachen, sind fünf bereit, auch bei einem etwaigen Ausweichtermin im August mitzumachen. Aber fix versprechen, dass das Weinfest stattfindet, will ich noch nicht.“

Kontrolle der 3 G-Regel sei kein Problem

Die 3 G-Regel zu kontrollieren, also ob die Besucher getestet, genesen oder geimpft sind, das sei laut Schafler kein Problem.

„Wenn man beim Stadtpark einen Haupteingang macht, dann ist die Kontrolle sicher zu schaffen. Problematischer ist es zu kontrollieren, ob die Besucherinnen und Besucher auf ihren zugewiesenen Sitzplätzen bleiben und dass, falls jemand zum Buffet geht, auch der Mindestabstand eingehalten wird.“

Allerdings hofft Schafler, dass es für Veranstaltungen und die Gastronomie im Laufe des Juli noch Erleichterungen geben wird. „Im Strandbad in Baden funktioniert die Öffnung ja auch, also warum soll das Ganze nicht auch im Stadtpark funktionieren. Ich bin zuversichtlich, dass ein Termin Mitte bis Ende August für das Weinfest realistisch ist.“

Weinstöcke blühen heuer noch nicht

Die Natur und der ungewöhnlich kühle Frühling würde den Winzern dazu sogar in die Karten spielen. „Wir haben heuer erstmals ein Jahr, wo die Weinstöcke erst Mitte bis Ende Juni in Blüte stehen werden. In den letzten Jahren war es hingegen so, dass wir schon Ende August mit der Lese begonnen haben. Das wird heuer nicht der Fall sein“, erklärt Schafler.

Fixiert ist im August hingegen schon das Pfaffstättner Heurigendorf als Ersatzprogramm zum Pfaffstättner Großheurigen. Von 5. bis 15. August werden sich die Pfaffstättner Heurigenbetriebe von ihrer besten Seite präsentieren.

„Das hat schon im Vorjahr bestens funktioniert“, sagt Heurigendorf-Obmann Stefan Österreicher. „Und auch heuer sind die Betriebe, die mitmachen gefordert, sich für die Besucher in der Heurigendorf-Zeit etwas Spezielles einfallen zu lassen.“

Pfaffstättens Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, weiß: „Alle sehnen sich nach Normalität. Dazu zählt auch die Pfaffstättner Heurigenlandschaft. Obwohl sich die Situation bezüglich Corona mehr und mehr entspannt, werden wir eine Großveranstaltung wie den Pfaffstättner Großheurigen nicht durchführen. Aber mit dem Heurigendorf wird Pfaffstätten im besten Sinne des Wortes erlebbar: als Heurigendorf und als ökologische Vorzeigegemeinde im Biosphärenpark Wienerwald. Wir wollen nicht nur mit Wein, Kulinarik und Genuss, sondern auch mit Orts- und Naturführungen punkten.“ Die Großheurigenatmosphäre werde im Ansatz zu spüren sein. Es werde auch ein gewisses musikalisches Angebot geben, „das wird man in den nächsten Wochen erarbeiten“, verspricht Kainz.

Gerüstet sei man jetzt schon bei den Heurigenbetrieben, was die Registrierungspflicht betrifft. „Wir haben den Heurigen als Gemeinde ein attraktives Registrierungssystem angeboten. Das funktioniert sehr gut und wird auch beim Heurigendorf im August perfekt funktionieren“, sagt Kainz.

Ob es dann Ende August gleich mit der Genussmeile am Wasserleitungsweg in den Weingärten zwischen Baden und Mödling weitergeht, bleibt zurzeit allerdings ein großes Fragezeichen.

Kainz sagt dazu: „Ich bin mir nicht sicher, ob wir das schaffen. Es spricht zwar viel für die Genussmeile im September, aber hier ist eine Registrierung viel schwieriger durchzuführen als etwa beim Heurigendorf. Aber ich bin gerade dabei, das mit allen Verantwortlichen abzuklären.“