Enzesfeld: Große Trauer um Erich Schauer. Am 26. Jänner 2021 wäre Erich Schauer 85. Jahre alt geworden. Er verstarb am 25. November nach langer Krankheit.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 11. Dezember 2020 (04:34)
Erich Schauer verstarb im 85. Lebensjahr.
Haas

Wo Erich Schauer erschien, verbreitete er nicht nur mit seinen schönen Liedern gute Laune, sondern auch mit seiner positiven Art. Der Charmeur alter Schule war weit und breit bekannt und beliebt.

Schauer besuchte nach der Pflichtschule die Handelsschule Baden und war bis 1969 in der Pottensteiner Tuchfabrik angestellt. Danach wechselte er hauptberuflich in den kirchlichen Dienst, wo er auch als Pfarrsekretär in der Dompfarre Wiener Neustadt und später in der Pfarre Enzesfeld tätig war. Für sein kirchliches Wirken weit über seine Angestelltenpflichten hinaus, verlieh ihm Kardinal Christoph Schönborn den Stephanus Orden in Silber.

Geglänzt hat er aber auch mit seinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie z. B. bei der Diözese St. Pölten oder mit den zahlreichen Seniorenfahrten, die von ihm organisiert wurden. Obwohl er Zeit seines Lebens ohne Alkohol lebte, liebte er die Heurigenatmosphäre und war oftmals auch der letzte und immer gern gesehener Gast.

Erich Schauer war durch sein umtriebiges und offenes Wesen Initiator von zahlreichen Aktivitäten wie seinen Liederabenden, wo er mit seiner schönen Tenorstimme brillierte und unvergessene Stunden zauberte. Daran erinnert sich auch Badens Alt-Bürgermeister August Breininger: „Wer ihn je erlebte oder gar mit ihm musizierte, konnte erahnen, was ihm und seinem Singkreis das Wienerlied bedeutete.“ Seit Jahrzehnten trat er oft auch in Baden auf, meist im Kaiser Franz Josef Museum, am Mitterberg oder beim Heurigen. Gerne reiste er mit seinem Freundeskreis trotz lebenslanger Beschwerden nach Luxemburg und überbrachte der Botschaft musikalische Grüße aus Baden.

Nun wurde Erich Schauer im heimatlichen Enzesfeld zu Grabe getragen, begleitet von seinen treuen Freunden, darunter Wilhelm Kertelits und seiner Betreuerin Erika Sulzer. „Es wird still werden in der Alten Gasse und im Katholischen Bildungswerk“, weiß Breininger.