Vorzugsstimmen: Babler auf Platz 1 in Traiskirchen. Das 28. Mandat konnte gehalten werden. Das ist für Stadtchef Andreas Babler vorerst entscheidend.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 07. Februar 2020 (03:25)

Dass sich kein 29. Mandat ausgegangen ist, bedauert Vorzugsstimmenkaiser Andreas Babler zwar, darüber jammern will er aber nicht, „denn das wäre auf sehr hohem Niveau“. Babler errang 2.949 Vorzugsstimmen und liegt damit klar vor Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger, ÖVP, mit 2.029 Stimmen.

Ob es aufgrund von Vorzugsstimmen aufseiten der SPÖ zu Überraschungen gekommen ist, wer in den Gemeinderat einzieht und wer nicht, darüber hält sich Babler noch bedeckt.

SPÖ hat Fans in allen Wahlsprengeln

Die SPÖ hätte auf jeden Fall die meisten Vorzugsstimmen für sich verbuchen können und das in allen Wahlsprengeln.

Zur weiteren Vorgehensweise meint er: „Ich muss mir das alles jetzt einmal in Ruhe anschauen und analysieren. Während der Wahlkampfphase ist man ja dauert gefordert, da braucht man eine gewisse Zeit, um runter zu kommen und um darüber nachzudenken, welche Ausschüsse Sinn machen würden, was vielleicht überholt ist und wer welchem Ausschuss vorsitzen könnte.“

Bei der FPÖ hingegen ist klar, wer in den Gemeinderat einzieht. Neben Anton Lojowski sind dies Thomas Felbermayer und Günter Heil. Spitzenkandidat Anton Lolowski sagt selbstkritisch: „Leider haben wir unser Wahlziel klar verfehlt, bin aber davon überzeugt, dass das nicht auf unsere Arbeit in den letzten fünf Jahren zurückzuführen ist, sondern auf den Bundestrend (Ibiza, Spesenaffäre), der uns leider auch in Traiskirchen voll erwischt und unsere Arbeit weitgehend zerstört hat. Wir haben eine sehr konstruktive Oppositions- und Sachpolitik betrieben, wie ja durch die 50 Dringlichkeitsanträge nachvollziehbar sind, davon wurden ja einige auch angenommen und umgesetzt. Den Elektro-Citybus, der jetzt kommen soll, den hat ja auch die FPÖ schon vehement gefordert.“

Gisela Vitek war auf Fixmandat platziert

Bei den Grünen erhielt Gisela Vitek die meisten Stimmen (30), sie zieht auch wieder in den Gemeinderat ein. Sie erklärt: „Ich hatte ein Fixmandat, Vorzugsstimmen waren bei uns kein Kriterium, um in den Gemeinderat einzuziehen.“ Schön sei, dass die Grünen Stimmen dazu gewonnen und somit das beste Ergebnis für Grün in Traiskirchen erreicht haben. „Schade dabei ist, dass wir trotzdem knapp ein zweites Mandat verpasst haben.“ Was die Grünen froh stimmt: „Es freut uns sehr, dass die von uns schon jahrelang geforderte BadnerBahn-Station in Wienersdorf nun umgesetzt werden soll und zuletzt auch ein City-Bus angekündigt wurde.“

NEOS-Spitzenkandidat Attila Janos ist jedenfalls überglücklich, den Sprung in den Gemeinderat geschafft zu haben.

Und bei der ÖVP werden Max Aigner, Martin Paar, Sebastian Makoschitz-Weinreich und Michael Fischer in den Gemeinderat einziehen.

Aigner erklärt: „Da wir keinen Vorzugsstimmenwahlkampf geführt haben, sondern als geschlossenes Team aufgetreten sind, kann man nicht wirklich sagen, wie viele Vorzugsstimmen jemand bekommen hat.“

Die ÖVP will jedenfalls rasch für Traiskirchen ihre Arbeit aufnehmen.