Mehrheit ist gegen neue Kartbahn in Leobersdorf. 1.466 gültige Stimmen: 975 Bürger sprachen sich gegen den Bau einer Kartbahn aus, nur 491 Bürger waren dafür.

Von Christian Dusek. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:00)
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Bürgermeister Andreas Ramharter will Gutachten des Betreibers abwarten.

1.474 Stimmen wurden bei der Volksbefragung zum Thema „Flächenwidmungsplan Kartbahn“ abgegeben, nur acht davon waren ungültig.

Ob das das Ende des fraglichen und umstrittenen Kart-Projektes bedeutet, bleibt aber weiter unklar. Eine deutliche Mehrheit von 66,51 Prozent ist „dagegen, dass die Marktgemeinde Leobersdorf eine Umwidmung herbeiführt, die die Herstellung und den Betrieb einer Kartbahn ausschließlich mit Karts mit Elektromotoren, im Nahbereich des Autobahnrastplatzes an der A2, zwischen Leobersdorf und Matzendorf ermöglicht“ – so die Formulierung der Fragestellung auf dem Stimmzettel.

ÖVP-Parteichef sieht Bürgermeister gefordert

Der Initiator der Befragung und ÖVP-Ortsparteichef Hans Zöhling sieht in dem Ergebnis einen „sensationellen Erfolg“ und einen „eindeutigen Auftrag“ für den Bürgermeister: „Die Leobersdorfer haben das Projekt Kartbahn eindeutig abgelehnt. Der Wähler hat entschieden – jetzt muss die Liste Zukunft dementsprechend handeln“.

Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) will sich aber trotz des eindeutigen Ergebnisses weiterhin nicht gegen das Projekt aussprechen: „Wir warten nach wie vor das Ergebnis der Stellungnahme zur Begutachtung durch das Land Niederösterreich ab“. Der Zeitpunkt für die Befragung sei wegen der fehlenden Stellungnahme sehr unglücklich gewesen.

„Die Leobersdorfer haben das Projekt Kartbahn eindeutig abgelehnt"

Darüber hinaus: „Die Marv GmbH hat bisher viel Geld in Gutachten und Planung der Kartbahn  investiert – wir müssen uns ansehen, ob die Marktgemeinde hier auf Schadensersatz geklagt werden könnte“, räumt der Ortschef ein.