Oberwaltersdorf: Fahrzeug ging bei Abschleppversuch in Flammen auf

Erstellt am 23. Juli 2022 | 09:41
Lesezeit: 3 Min
In der Nacht auf Samstag den 23. Juli 2022 wurde den Feuerwehren Oeynhausen und Oberwaltersdorf auf der L150 zwischen Oeynhausen und Tattendorf die ein brennendes Fahrzeug gemeldet.
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„Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, fanden wir einen Pkw auf einer Böschung und einen Pkw in Vollbrand auf der Straße vor, Fahrzeuglenker waren jedoch keine anwesend“, berichtet der Kommandant der Feuerwehr Oberwaltersdorf, Gunther Totz. Die Feuerwehr begann mit den Löscharbeiten und leitete eine Suchaktion im Umkreis nach den Fahrzeuglenkern ein.

Wie sich durch die Befragung des Mannes ergab, handelte es sich nicht wie vermutet, um einen Unfall der beiden Fahrzeuge. Vielmehr dürfte ein Fahrzeuglenker allein mit einem Ford Galaxy von der Fahrbahn abgekommen sein, und sich dabei die Ölwanne aufgerissen haben.

Anstatt sofort die Polizei oder Feuerwehr zu rufen, dürfte der Mann einen Freund angerufen haben. Dieser versuchte mit seinem Pkw (Opel Astra) den verunfallten Wagen zurück auf die Fahrbahn zu ziehen. Der Versuch endete folgenschwer, denn der Opel Astra dürfte mit den Reifen mehrfach durchgedreht und schließlich Feuer gefangen haben. 

Der Feuerwehr gelang es, den Brand am Fahrzeug und auf einer angrenzenden Wiese zu löschen und die weitere Ausbreitung zu verhindern. Der ausgebrannte Wagen wurde mittels Kran geborgen. Die Bergung des ursprünglichen Unfallwagens auf der Böschung durch die Feuerwehr wurde vom vermutlichen Lenker (bzw. Zulassungsbesitzer) jedoch untersagt. 

„Der Mann wollte das Fahrzeug nicht von der Feuerwehr bergen lassen, sondern selbst aus dem Graben ziehen“, so der örtliche Einsatzleiter der Feuerwehr Oeynhausen, Thomas Fontner. Die Versuche der Feuerwehr und Polizei, den Mann davon abzuhalten, endeten in einem aggressivem Verhalten des Mannes, der die Einsatzkräfte laut verbal attackierte.

Schließlich tauchte ein weiterer Freund  des Lenkers auf, der mit einem Bus den Wagen aus dem Graben ziehen wollte. Nach mehreren Versuchen gelang dieses wagemutige Vorhaben schließlich. Jedoch wäre es dabei fast zu einer Kollision der beiden Fahrzeug gekommen. 

Da aus dem dem Unfallwagen Öl austrat, musste die Feuerwehr dieses sofort binden und die Polizei wollte eine weitere Bergung des Fahrzeuges untersagen. Dabei kam es neuerlich zu heftigen Diskussionen und aggressivem Verhalten des Unfallbeteiligten.

Die Polizei rief eine weitere Streife zur Unterstützung und erst durch intensives Einreden auf den aufbrausenden Fahrzeuglenker gelang es schließlich, diesen davon zu überzeugen, dass die Feuerwehr die weitere Bergung durchführt. 

Durch den Vorfall wurde niemand verletzt und die L157 war für zwei Stunden gesperrt. 

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