Initiative gegen Bankomatgebühr

Andreas Kollross gründete eine Bürgerinitiative und sammelt Unterschriften gegen drohende Bankomatgebühren.

Thomas Lenger Erstellt am 15. November 2018 | 04:17
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SPÖ Landtagsabgeordneten Karin Scheele unterstützt Andreas Kollross bei seiner Bürgerinitiative gegen Bankomatgebühren.
Foto: Thomas Lenger

Seit Jänner dieses Jahres dürfen Banken die Gebühren für die Geldbehebung von institutsfremden Bankomaten nicht mehr an die Kunden weitergeben.

Die knapp 500 betroffenen Kreditinstitute zogen jedoch gegen das Gesetz vor den Verfassungsgerichtshof (VfGH), da es ihnen missfällt, dass die kontoführende Bank Gebühren übernehmen muss, welche die Betreiber unabhängiger Geldausgabeautomaten verlangen.

Der einzige Anbieter, die Firma „Euronet“ kassiert 1,95 Euro pro Abhebung, welche bisher durch das nun vom Verfassungsgerichtshof gekippte Gesetz, von den Banken bezahlt werden musste.

Bei der SPÖ fürchtet man, dass durch diese Entscheidung „Tür und Tor für generelle Bankomatgebühren geöffnet wurden“, so der Trumauer Bürgermeister und kommunalpolitische Sprecher der SPÖ im Nationalrat, Andreas Kollross.

„Tür und Tor für generelle Bankomatgebühren geöffnet wurden“

„Wir versuchen zu verhindern, dass man für sein eigenes Geld bezahlen muss. Das Bankfilialnetz ist keines, das ausgeweitet wird, sondern die Filialen werden immer weniger. Ich hab das in meiner eigenen Gemeinde vor zwei Jahren erlebt, als die Volksbank geschlossen wurde und somit auch der dortige Bankomat. Gerade für die Menschen, die nicht so mobil sind, wird es so immer schwieriger zu ihrem Bargeld zu kommen.“

Neben einem Antrag im Parlament gründete Kollross daher mit Parteikollegen Markus Vogel eine Bürgerinitiative zur Sammlung von Unterschriften gegen Bankomatgebühren.

„500 Unterschriften sind nötig, um das Thema über den Petitionsausschuss in den Nationalrat zu bringen. Wir rechnen aber mit mehreren Tausenden“, zeigt sich Kollross optimistisch.