Alland

Erstellt am 02. März 2018, 05:31

von Stephanie Pirkfellner

Asylheim wird schließen. Seit dem großen Flüchtlingsstrom waren im Helenentaler Franz-Schulz-Heim asylsuchende junge Männer untergebracht. Nun wird der Vertrag nicht verlängert.

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Bis zum Jahr 2010 betrieb der KOBV (Kriegsopfer- und Behindertenverband) das Franz-Schulz-Heim im Helenental als Erholungseinrichtung. Etwa 130 Betten standen bis Juli 2010 den Erholungssuchenden zur Verfügung.

Die Gebäude sind von einem parkähnlichen Areal mit beachtlicher Größe umgeben und befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Krainerhütte“. Nachdem die Nachfrage nach Erholungsaufenthalten stetig sank, schloss das Heim seine Pforten und man suchte nach einem Käufer, was jedoch ohne Erfolg blieb.

Als im Jahr 2015 der große Zustrom an Flüchtlingen begann, einigte sich der Verband mit dem Land Niederösterreich über die Nutzung zur Unterbringung von Asylwerbern. Das Haus war zuvor fünf Jahre lang geschlossen und daher musste erst renoviert werden. Danach übernahm das Unternehmen „SLC-Asylcare“ die Betreuung des Hauses und in der stärksten Zeit waren hier bis zu 160 Menschen untergebracht.

Vertrag wird nicht verlängert

Dabei handelte es sich hauptsächlich um junge Männer und keine Familien oder unbegleitete Minderjährige. Derzeit leben noch an die 70 Menschen im Haus und der Bedarf an Betreuungsplätzen wird wöchentlich geringer. Nun läuft der Vertrag zwischen SLC-Asylcare und dem KOBV Mitte des Jahres aus und wird nicht mehr verlängert. Danach wird das Areal verkauft.

VP-Bürgermeister Ludwig Köck betont, dass die Gemeinde ihr Möglichstes an Unterstützung getan habe und dies als gelungenen Beitrag zur Flüchtlingsbetreuung sehe. Dazu SLC-Asylcare-Geschäftsführer Christian Kogler: „Ich möchte der Gemeinde Alland für die Unterstützung sowie dem Eventhotel Krainerhütte für die gute Nachbarschaft und das viele Verständnis, welches unseren Schützlingen entgegengebracht wurde, herzlich danken.“