Besonderes Jubiläum für Allander Tropfsteinhöhle. Die Allander begingen das Jubiläum „ihrer“ Höhle mit einem festlichen Empfang direkt vor dem bedeutenden Naturdenkmal.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 16. September 2018 (05:30)
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Josef Balber, Martin Wagenhofer, Hazy Meyer, VP- Vizebürgermeister Gregor Burger, SP-Gemeinderat Hannes Hofstätter, Ludwig Köck und Obmannstellvertreter Franz Egger feierten das Jubiläum der Allander Tropfsteinhöhle.
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Der Tourismus- und Verschönerungsverein der Wienerwaldgemeinde lud am vergangenen Samstag zu einem Fest vor und in der Schauhöhle.

Die Allander Tropfsteinhöhle liegt im 476 Meter hohen Buchberg und ist ein Naturdenkmal erster Güte. Sie wurde von einem Pionier-Bataillon aus Klosterneuburg erschlossen und 1928 als Schauhöhle eröffnet. Die Höhle ist 70 Meter lang, 12 Meter tief und weist unter allen Höhlen des Wienerwaldes den reichsten Tropfsteinschmuck auf.

Der Buchberg war schon zu frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Ausgrabungen mit Gegenstände aus Horn, Knochen, Stein und Ton belegen dies. Die Hauptattraktion ist allerdings ein weitgehend vollständig erhaltenes Braunbärenskelett, das nachweislich 10.000 Jahre alt ist.

Baumeister Martin Wagenhofer, der Vorstand des Vereines, dankte bei der Begrüßung allen Helfern und gab einen Überblick über den künftigen Ersatz der Holzwege durch eine Stahlkonstruktion sowie einer neuen Lichtanlage in der Höhle.

Die Höhle lockt jährlich rund 6.000 Besucher an

VP-Bürgermeister Ludwig Köck bezeichnete die Tropfsteinhöhle als besonderes touristisches Aushängeschild Allands, mit rund sechstausend Besuchern in jedem Jahr. Und er freute sich, dass der Themenweg Buchberg rechtzeitig zum Jubiläum fertiggestellt wurde.

Aus seiner Zeit als Führer in der Tropfsteinhöhle erzählte VP- Landtagsabgeordneter Josef Balber: „Vier Saisonen lang verdiente ich als Schüler mein Taschengeld in der Höhle. Das war eine schöne Aufgabe und Alland kann sich mit diesem Kleinod richtig glücklich schätzen.

Anlässlich des Jubiläums beschloss der vielseitige Schweizer Künstler Hazy Meyer in 270 Arbeitsstunden, aus 3,2 Tonnen St. Margarethener Sandkalkstein unentgeltlich eine Bärenskulptur zu gestalten. Meyer: „Ich zog mit meiner Frau Madeleine vor sieben Jahren nach Alland und fühlte mich von Anfang an hier zu Hause.“ Meyer ist nicht nur Bildhauer, er malt auch in verschiedenen Techniken und gibt privaten Zeichenunterricht.

Anschließend gab es einen Kunstgenuss der besonderen Art, denn Cellist Peter Hudler brachte in der Höhle ein klassisches Konzert zu Gehör.