Alt-Bürgermeister zürnt SPÖ-Landesrat

Erstellt am 12. August 2015 | 12:33
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Asyllager und Siak Traiskirchen
Foto: NOEN, Einsatzdoku.at/Lechner
Fritz Knotzer, Alt-Bürgermeister von Traiskirchen und ehemaliges Mitglied der NÖ Landesregierung, hat am Mittwoch auf Versäumnisse der NÖ Verantwortlichen im Flüchtlingsbereich hingewiesen.
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Er zürnte dabei seinem Parteikollegen SPÖ-Landesrat Maurice Androsch. "Ich schäme mich für solche Sozialdemokraten."

Rasche und unbürokratische Hilfe gefordert

Wenn der für die Unterbringung von Asylwebern zuständige Landesrat "bei jeder Gelegenheit betont, dass Niederösterreich mit 117 Prozent die Aufteilungsquote erfüllt, rechnet er auch die circa 2.000 Menschen, vielfach Frauen mit Kindern und Minderjährige dazu, die derzeit obdachlos sind und unter schlimmen hygienischen Zuständen leiden", betonte Knotzer in einer Aussendung der Stadtgemeinde.

Androschs Aufgabe wäre es, diese Flüchtlinge rasch und unbürokratisch in leer stehenden Objekten wie z.B. in dem ehemaligen Altersheim in Baden-Pfaffstätten oder im Kriegsopferheim im Helenental unterzubringen.

Androsch sollte sich "ein Bild machen"

Darüber hinaus sei es ein Skandal, dass Niederösterreich als einziges Bundesland noch immer keinen Standort für ein Verteilzentrum gefunden habe, zeigte sich Knotzer erbost. Dadurch verschärfe sich noch zusätzlich die Situation in Traiskirchen.

Androsch sollte sich "ein Bild machen, bevor er zynisch, menschenverachtend und scheinbar auch intellektuell überfordert der Öffentlichkeit mitteilt, Niederösterreich erfüllt die Quote", richtete der Alt-Bürgermeister dem Parteikollegen unmissverständlich aus.

"Allein diese Aussagen sind eines Sozialdemokraten unwürdig. Die SPÖ Niederösterreich wäre gut beraten, Androsch als Landesrat abzuberufen", betonte Knotzer.
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