Spürhunde: Killer der Bettwanzen

Zwei Border Collies haben sich auf spezielle Beute spezialisiert.

Erstellt am 14. November 2021 | 05:36
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Hundemasseurin Yasmin Dörflinger mit Bettwanzenspürhunden Maxi und Fly. Foto: Dietmar Holzinger
Foto: Foto: Dietmar Holzinger

Was ein wenig skurril klingt, hat einen ernstzunehmenden Hintergrund. Yasmin Dörflinger hat mit ihren Lieblingen Maxi (2) und Fly (7) die Ausbildung bei Annette Unterweger gemacht. Beide Hunde absolvierten ihr Studium als Bettwanzenspürhunde.

Mit ebensolchem Fleiß fördert Frauchen Yvonne ihre zwei Racker: „Da es mir sehr wichtig ist, meine Hunde nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszulasten, investieren wir sehr viel Zeit in die Nasenarbeit. Fly hat jahrelang Mantrailing (Menschensuche) hobbymäßig betrieben und mit dem Einzug von Max habe ich überlegt, etwas Neues zu probieren. Da es den Hunden sehr viel Spaß gemacht hat, haben wir mit der Ausbildung begonnen“, berichtet sie.

Dörflinger weiß genau: „Hunde haben einen so großartigen Geruchssinn, dass sie das Zimmer absuchen und selbst eine einzelne Wanze riechen und anzeigen können. Also bereits bei sehr geringem Befall ist der Hund in der Lage die Bettwanzen anzuzeigen.“ Wenn der Mensch sie sieht oder Kot und Eier finde, sei der Befall „leider schon sehr intensiv“.

Bettwanzen seien ein ernstes Thema und immer häufiger anzutreffen. Wobei Dörflinger betont, dass „Bettwanzen kein Hygieneproblem sind!“ Man hole sie sich leicht aus dem Urlaub oder von Dienstreisen mit.

„Die Bettwanze frisst alle 7 bis 10 Tage und kommt aber bis zu einem Jahr ohne Nahrung aus.“  Yasmine Dörflinger

„Sie sind in Hotels, Pensionen, Herbergen, Almhütten usw. leider immer öfter anzutreffen. Ebenso in Flugzeugen, Bussen und Zügen. Die Schädlinge verstecken sich am Tag überall, ja sogar in Steckdosen. Sie werden nachts durch den Ausstoß von CO2 und durch Schwitzen angelockt. Sie beißen und saugen ca. 5 bis 10 Minuten an uns. Danach verstecken sie sich wieder“, erläutert sie. Bettwanzen seien sehr faul und leben nahe am Wirt. „Die Bettwanze frisst alle 7 bis 10 Tage und kommt aber bis zu einem Jahr ohne Nahrung aus.“ Nach einem Biss könne ein Juckreiz wie nach einem Insektenstich entstehen. Da die Wanze oft mehrmals zubeiße, bevor sie eine optimale Stelle gefunden habe, finde man oft sogenannte Bissstraßen am Körper.

Sollte man den Verdacht eines Befalles haben, steht Yasmin mit ihren Lieblingen gerne zur Verfügung: 0699 1 519 37 42, yasmine@tiermasseur.com