Anklage gegen Badens Stadtgartendirektor

Erstellt am 21. Oktober 2020 | 05:33
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Gerhard Weber will vor Gericht seine Unschuld beweisen.
Foto: psb
Badens oberster Stadtgärtner Gerhard Weber muss sich am 30. November vor Gericht verantworten.
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Die NÖN berichtete Ende Dezember des Vorjahres von der Suspendierung eines Abteilungsleiters der Stadtgemeinde Baden, nach einer anonymen Anzeige mit schwerwiegenden Vorwürfen. Nun steht fest, dass Anklage erhoben wird.

Bei dem Beamten handelt es sich um Stadtgartendirektor Gerhard Weber. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Erich Habitzl, bestätigt die Anklage. Die Ermittlungen hätten sich als sehr umfangreich dargestellt und wären obendrein durch die Coronakrise verzögert worden, erklärt er. Verhandlungstermin ist laut Birgit Bors, Vizepräsidentin des Landesgerichtes Wiener Neustadt, der 30. November.

Die Anklage laute auf Missbrauch der Amtsgewalt. So soll Weber Handwerker in ihrer offiziellen Dienstzeit für sich privat arbeiten haben lassen. Laut Staatsanwaltschaft betrage der Schaden zum Nachteil der Stadt über 50.000 Euro.

Der Strafrahmen im Falle einer Verurteilung bewege sich laut Borns zwischen einem und zehn Jahren. Natürlich sei auch ein Freispruch „im Zweifel für den Angeklagten“ denkbar. In einem Statement schreibt Weber, er sei um Aufklärung der Vorwürfe bemüht, die sich im Wesentlichen auf in der Dienstwohnung durchgeführte Arbeiten beziehen und wolle mit den Behörden kooperieren. Nachdem er als Beamter der Verschwiegenheitspflicht unterliege, dürfe er auf aus seiner Sicht richtigstellende Details vor Prozessbeginn nicht eingehen. Auch der Bürgermeister äußert sich zur Anklage nicht. „Personalangelegenheiten werden nicht kommentiert“, sagt Stefan Szirucsek (ÖVP).

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