Andrang auf Corona-Testung im Bezirk Baden. 7.386 Teilnehmer bei Schwerpunkttestung im Raum Bad Vöslau. Starkes Interesse auch bei fixen Test-Standorten.

Von Thomas Lenger und Andreas Fussi. Erstellt am 03. Februar 2021 (03:44)
Der Andrang war in Ebreichsdorf ebenso wie bei den anderen Teststrecken in der Umgebung sehr groß.
Lenger

7.386 Corona-Tests wurden im Rahmen eines Antigen-Schnelltests am Wochenende im Raum Bad Vöslau/Triestingtal durchgeführten, 6 davon waren positiv. Die Tests waren nötig, nachdem die britische Virusmutation B117 im Abwasser nachgewiesenen worden war.

„Mein herzlicher Dank gilt den Bürgermeistern, allen voran dem Kottingbrunner Ortschef Christian Macho (ÖVP) und seinem Team, die in einer Blitzaktion für den reibungslosen Ablauf der Corona-Tests gesorgt hatten“, unterstreicht der Präsident des NÖ Zivilschutzverbands Christoph Kainz (ÖVP). Stellvertretend für die hundert Mitarbeiter nennt er die Feuerwehren aus Hernstein, die als zuverlässige Partner alle Testutensilien an die Gemeinden auslieferten. Nach der PCR-Nachtestung werden nun die sechs positiven Proben aus den Antigen-Schnelltests einem speziellen Vortest auf die neue Mutation unterzogen. Den Schnelltests vorausgegangen waren Schwerpunktuntersuchungen in allen elf Gemeinden des Gemeindeverbands Abwasserbeseitigung Raum Bad Vöslau.

„Um das Infektionsgeschehen rasch überblicken zu können wurden nun zwei weitere permanente Antigen-Teststraßen eingerichtet. Sie stehen in Hernstein und Kottingbrunn als Erweiterung des Angebots in Baden, Berndorf, Ebreichsdorf und Traiskirchen kostenlos zur Verfügung“, erklärt Kainz.

Ebreichsdorf: Testzeiten schon angepasst

Erstmals konnte man sich am Freitag am Hauptplatz in Ebreichsdorf kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Der Andrang war bereits vor 18 Uhr sehr groß und riss bis 20 Uhr nicht ab. „Insgesamt wurden 280 Personen vom Samariterbund Ebreichsdorf getestet“, berichtet Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ. Davon war ein Test ungültig und ein weiterer Schnelltest brachte ein positives Ergebnis. „Wir hatten eigentlich nur zwei Testlinien geplant, aber vorsichtshalber drei aufgebaut. Das hat sich ausgezahlt. Ich freue mich über das große Interesse der Bevölkerung“, sagt Kocevar.

In Ebreichsdorf wurden die Testzeiten bereits ausgeweitet, getestet wird jetzt jeden Dienstag und Freitag zwischen 16 und 20 Uhr am Hauptplatz 21 im ehemaligen Con-Mani-Living-Geschäft.

Das Feedback der Getesteten war durchwegs positiv, vor allem, was die Arbeit der Samariterbund-Sanitäter beim Nasenabstrich betraf.

Einen Riesenandrang auf die drei Teststraßen im Foyer der Halle B gibt es auch in Baden. Am Mittwoch wurden 593 Teilnehmer verzeichnet (2 Positive), am Freitag 965 (6 Positive), am Samstag 740 (0 Positive) – wobei zwischen 11 und 12 Uhr 300 Personen zu den Tests kamen. Montag kamen 739 zum Test (0 Positive). Am Dienstag (nach Redaktionsschluss) wurde die erste Woche evaluiert. „Wir prüfen auch wie die Kapazität zu Spitzenzeiten noch erhöht werden könnte“, erklärt Stadtchef Stefan Szirucsek, ÖVP. Organisator Michael Autin ist „positiv überrascht“ vom Interesse.

Er bittet die Testteilnehmer, selbst eine FFP2-Maske mitzunehmen, ansonsten die E-Card und einen Lichtbildausweis – der Ausdruck der Online-Reservierung sei nicht nötig.