Einstimmiges "Nein" zu Martinek-Kaserne. Die Martinek-Kaserne in Baden - unweit der Erstaufnahmestelle Traiskirchen, in der seit Mittwoch ein Aufnahmestopp besteht - kommt für die Politik der Kurstadt bei Wien als Flüchtlings- bzw. Asylquartier nicht infrage.

Von Redaktion APA. Erstellt am 30. Juli 2014 (13:50)
NOEN, NÖN
Die Badener Martinek-Kaserne.
Der Stadtrat habe am Dienstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, die sich entschieden gegen die diesbezügliche Nutzung des Areals ausspreche, teilte das Rathaus mit.

"Einerseits ist jede Form von Massenquartieren nicht im Sinne einer zielführenden Asylpolitik, andererseits würde es sich im Falle einer Unterbringung in der Martinek-Kaserne lediglich um eine Problemverschärfung in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Erstaufnahmezentrum handeln", betonte Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) in einer Aussendung. Er habe sofort nach Bekanntwerden etwaiger Pläne die Initiative für die nun eingebrachte Resolution ergriffen. Adressaten sind die Minister Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Gerald Klug (SPÖ) sowie Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP).

Nutzung nicht mit Flächenwidmung vereinbar

Einig seien sich alle im Badener Stadtrat vertretenen Parteien auch darüber, dass eine Nutzung als Flüchtlings- bzw. Asylquartier nicht mit der geltenden Flächenwidmung des Areals der Martinek-Kaserne vereinbar sei. Jene Bundesländer, welche die geforderte Aufnahmequote noch nicht erfüllten, müssten nun tätig werden.

"Außerdem kommt dem Areal der stillgelegten Martinek-Kaserne bezüglich der Zukunftsentwicklung unserer Stadt große Bedeutung zu", fügte Staska hinzu. Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien und die Marktgemeinde Sooß hätten bereits ein gemeinsames Positionspapier zur künftigen Nutzung ausgearbeitet.