Forderung: Badener Bahn bis nach Bad Vöslau

Erstellt am 01. Juni 2022 | 05:59
Lesezeit: 3 Min
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Helga Krismer will, dass Badner Bahn bis Bad Vöslau fährt.
Foto: DieGrünen
Baden Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grüne, tritt für Verlängerung der Badner Bahn-Trasse ein.
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Dass die Badner Bahn bis nach Bad Vöslau fährt, „ist immer noch eine aktuelle Forderung von mir“, betont Helga Krismer. Denn sie ist sich sicher: „Irgendwann wird auf dem Areal der Martinek-Kaserne etwas passieren, daneben ist mit der NÖM AG der größte Arbeitgeber in der Region. Schon jetzt wächst die Strecke hinaus nach Bad Vöslau zu einem Großraum zusammen, in dem man sich überlegen muss, wie man die Menschen umweltfreundlich von A nach B bringt“. Schienengebundene Fahrzeuge seien dafür besser geeignet als Busse, befindet Krismer.

„Wir müssen dort weitermachen, wo wir zu Kaisers Zeiten schon einmal waren“, befindet Krismer, auch wenn ihr klar ist, dass die ehemalige Trassenführung heute nicht mehr möglich ist.  „Es ist Aufgabe des Landes, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben und mögliche Varianten zu prüfen“, merkt die Politikerin an. Von einer Machbarkeitsstudie weiß man im Büro von Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖVP, allerdings nichts. Pressesprecher Jan Teubl bekräftigt: „Die Thematik zum Ausbau der Badner Bahn bis nach Bad Vöslau wird aktuell seitens des Landes nicht verfolgt.“ Es gäbe andere Projekte, die Priorität hätten.

Bürgermeister Christoph Prinz: „Idee ist nicht neu“

Auch Bad Vöslaus Bürgermeister Christoph Prinz, Liste Flammer, ist wenig euphorisch: „Der Vorschlag von Landtagsabgeordneter Helga Krismer ist nicht neu – diese Idee kommt alle 5-10 Jahre. Mittlerweile ist der Bus- und Bahnverkehr in einem sehr guten Takt ausgebaut. Durch die Nähe des Bahnhofs zum Zentrum von Bad Vöslau, ergänzt durch den vor Kurzem verbesserten Busfahrplan und das Citytaxi der Stadtgemeinde, sind auch die Ortsteile gut an die Bahn und innerörtlichen Ziele der Stadt angebunden.“

Darüber hinaus stelle sich die Frage, wie man die Badnerbahn-Trasse zusätzlich zu den bestehenden und sicher notwendigen Fahrradanlagen, Park- und Grünstreifen vernünftig führen könne. Prinz weist darauf hin: „Gerade im erweiterten Stadtzentrum wird in den nächsten Jahren noch deutlich mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und Bäume geschaffen. Der Spielraum wird durch diesen deutlichen Rückbau der Straßenflächen und die künftigen Kreisverkehre statt der jetzigen Kreuzungen noch kleiner.“

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