Aufwändige Fahrzeugbergung aus der Triesting

Erstellt am 26. Dezember 2021 | 15:56
Lesezeit: 3 Min
Aus bislang unbekannten Gründen rollte am 24. Dezember ein am Mitarbeiter-Parkplatz der Rot-Kreuz-Dienstelle St. Veit/Tr. abgestellter Pkw über die Böschung in das darunterliegende Bachbett der Triesting, wo er im neben einer am Ufer befindlichen Baumgruppe zum Stehen kam. Augenscheinlich wies das Fahrzeug keine größeren Schäden auf, weshalb eine schonende Bergung vordringlich war. Zum Glück kam es zu keinem Austritt von Betriebsmitteln.
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Am 24. Dezember wurden gegen 08.20 Uhr die Mitglieder der FF St. Veit/Tr. von der Bezirksalarmzentrale Baden zu einer Fahrzeugbergung alarmiert. Das Einsatzstichwort „Pkw im Graben“ ließ auf einen kurzen Routine-Einsatz und ein baldiges Zurückkehren zu den Familien und den Weihnachtsvorbereitungen schließen. Am Einsatzort angekommen machte die erste Erkundung durch Einsatzleiter Georg Rumpler diese Hoffnung zunichte.

Der Einsatzort befand sich oberhalb der Baustelle für den Hochwasserschutz und so wurde auch geprüft, ob mit dem Rüstlöschfahrzeug über eine Baustellenzufahrt zum Nahbereich des Autos gefahren werden kann, um vom abgeflachten Uferbereich mit der Seilwinde das Fahrzeug aus dem Bachbett zu ziehen. Auf Grund des extrem weichen Untergrundes wurde von dieser Möglichkeit Abstand genommen und der Einsatzleiter forderte telefonisch das Wechsellader-Fahrzeug mit Kran der FF Berndorf-Stadt an.

Schwieriger Kran-Einsatz

Um eine Bergung mit dem Kran zu ermöglichen, musste der Pkw vorerst mit Muskelkraft in eine für die Bergung günstige Lage gehievt bzw. geschoben werden. Dazu wurde die Uferböschung vom Bewuchs freigeschnitten, auch wurden große Steine im Bachbett von den Kameraden mühsam beseitigt, damit es zu keinen weiteren Beschädigungen des Fahrzeuges kommen konnte.

Nach Eintreffen des WLF-A wurde mit den Kameraden der FF Berndorf die weitere Vorgehensweise besprochen. Der PKW wurde so an das Ufer manövriert, dass er gerade noch mit dem Kran angehoben und in weiterer Folge über die Böschung wieder in das Trockene gezogen werden konnte.

Nach mehr als zweistündiger Arbeit konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden und nach Versorgung der Einsatzmittel und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft konnten die Feuerwehrmitglieder wieder zu ihren Familien zurückkehren.

Die FF St. Veit bedankt sich bei den Kameraden und der Kameradin der FF Berndorf-Stadt für die Unterstützung bei der Bergung und der sehr guten Zusammenarbeit. Ein Dank gilt auch der Rot-Kreuz-Dienststelle St. Veit/Tr., die die Feuerwehrmitglieder während des Einsatzes mit Getränken versorgt hat", sagt Feuerwehrsprecher Johannes Weinbauer.

Seitens der FF St. Veit/Triesting standen 30 Mann mit 4 Fahrzeugen (LFA-B, RLF-A 2000, VF und MTF) unter der Einsatzleitung von Georg Rumpler im Einsatz. Die FF Berndorf unterstützte mit dem WLFA-K und drei Mitgliedern.

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